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Zukunft Lernen

„Lehrkräfte sind der Motor“

Foto via pixabay

Heterogenität, Inklusion, Digitalisierung: Die Anforderungen an Lehrkräfte steigen seit Jahren und verlangen von ihnen ein hohes Maß an fachlichen und sozialen Kompetenzen. Gute Lehrerinnen und Lehrer zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler befähigen und begeistern. So werden sie zum Motor einer erfolgreichen Bildung. Ihre Qualifizierung ist dabei der Schlüssel. 

Dr. Theodor Niehaus

Präsident des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft

Der digitale Wandel macht dies besonders deutlich. Viele Facetten der Digitalisierung ziehen in den Unterricht ein: Lehrkräfte sollen Schülerinnen und Schüler Informations- und Medienkompetenzen vermitteln, damit diese beispielsweise Informationen im Internet kompetent einschätzen und Anwendungen sicher nutzen können. Sie sollen über die Macht der Algorithmen aufklären oder Coden, also Programmieren, lehren. Um auch in Zukunft ihre pädagogischen Ziele bestmöglich zu erreichen, müssen Lehrkräfte den digitalen Wandel mitgestalten.

Technik muss der Pädagogik folgen

Lehrkräfte für die Anforderungen der Digitalisierung fit zu machen, muss deshalb oberste Priorität haben. Die Reflexion und der Einsatz digitaler Medien, der Umgang mit ihnen sowie eine angepasste Methodik und Didaktik müssen sowohl in der Lehrerausbildung als auch in der Fortbildung berücksichtigt werden. Dazu braucht es ebenso gut qualifizierte Dozentinnen und Dozenten an den Hochschulen.

Zugleich müssen die Fach- und Lehrkräfte in die Lage versetzt werden, geeignete didaktische Einheiten für ihre Fächer zu entwickeln. Denn pädagogisch-didaktische Konzepte, die den sinnvollen Einsatz neuer Technik erst ermöglichen und rechtfertigen, entscheiden über den Bildungserfolg. Es gilt: Die Technik muss stets der Pädagogik folgen. Sie darf nicht zum Selbstzweck werden. Alle Maßnahmen zielen auf einen Kompetenzgewinn der Lehrenden und Lernenden ab.

Die Bildungswirtschaft stellt sich dieser Verantwortung. Mit guten Produkten, Dienstleistungen und Fortbildungsangeboten trägt sie dazu bei, die Bildungsqualität zu stärken. Dabei werden auch die Angebote zunehmend digitaler, aber nicht ausschließlich. Die Technik bietet Werkzeuge, die sinnvoll eingesetzt zu besseren Lehr- und Lernergebnissen führen können. Das Potenzial der Digitalisierung für den Bildungsprozess kann jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Neben technischen, räumlichen und rechtlichen Aspekten ist die Qualifizierung der Lehrkräfte die wichtigste.

Konzepte und Angebote für die Bildung in der digitalen Welt sowie vielfältige Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte bietet die didacta – die Bildungsmesse, die vom 24. bis 28. März 2020 in Stuttgart stattfindet.

INFORMATION

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