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Erdbeermal, Blutschwämmchen oder Hämangiom- verunsichernd, aber meistens harmlos

Foto: Oksana Kuzmina via Shutterstock

Zu Beginn nicht vorhanden oder sichtbar, erscheint nach wenigen Wochen ein kleiner roter Fleck, der kaum auffällt.

Doch schon innerhalb kurzer Zeit vergrößert sich der Fleck so stark, dass er nicht mehr zu übersehen ist. Dahinter verbergen sich gutartige Geschwulste, die bei bis zu zehn Prozent aller Säuglinge auftreten. Sie entstehen durch eine Ansammlung von zusätzlichen Gefäßen in und auf der Haut und kommen überwiegend im Gesicht und am Hals vor.

Was auf den ersten Blick oft dramatisch aussieht und bei den Eltern verständlicherweise Ängste auslöst, muss in den meisten Fällen allerdings nicht einmal behandelt werden.

Wächst das Hämangiom anfangs sehr rasch und überdimensional stark, verschwindet es in der Regel bis zum Grundschulalter von alleine. Je nachdem wie ausgedehnt sie sind oder wo sie sich befinden, können die Blutschwämmchen aber auch große Schäden anrichten.

Komplikationen rechtzeitig behandeln

Lediglich in rund zwölf Prozent aller Fälle kommt es bei einem Hämangiom zu schwerwiegenden Komplikationen. So kann das Blutschwämmchen zum Beispiel auf die Nase drücken und dadurch die Atmung behindern. Ebenfalls problematisch ist es, wenn es dicht am Auge oder Ohr angesiedelt ist oder sich zu einem schmerzhaften oder blutenden Geschwür entwickelt.

Manchmal bilden sich auch Narben, oder es kommt zu Entstellungen, was sich gerade bei älteren Kindern negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken kann. In diesen Fällen ist eine ärztliche Behandlung unbedingt erforderlich.

Außer vom behandelnden Kinderarzt sollten die Hämangiome unbedingt auch von entsprechenden Fachärzten mitbeurteilt werden. Deutschlandweit gibt es eine Reihe von Zentren, die auf die Therapie von Hämangiomen bei Kindern spezialisiert sind.

Wichtig ist, dass die Eltern nicht zögern, sondern rechtzeitig ärztlichen Rat suchen. Neben Operation und Lasertherapie gibt es inzwischen auch Medikamente, die helfen, das Wachstum zu unterbinden und dafür sorgen, dass sich die Blutschwämme recht zügig wieder zurückbilden.

Informationsplattform für betroffene Eltern

Unter www.infantile-haemangiome.de erhalten sie umfassende und allgemeinverständliche Informationen rund um die Erkrankung und ihre unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten. Services wie die gezielte Suche nach Behandlungszentren sowie die Möglichkeit, Fragen online an einen Experten zu richten, machen die Informationsplattform zu einem hilfreichen Begleiter im Umgang mit dem infantilen Hämangiom.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website www.infantile-haemangiome.de.

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