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Home » Meine Familie » Warum ich als Mama in der Stillzeit aufgehört habe, mich zu verstecken
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Sermin Reinold

Sermin Reinold ist Gründerin von dayê rose, einem Label für Stillmode, das zeitlose Styles mit diskretem Stillzugang verbindet. Gegründet aus eigener Erfahrung als Mama, für Mamas.

Als ich zum ersten Mal stillte, war ich stolz. Auf meinen Körper, auf diesen Moment, auf die Verbindung zu meinem Kind. Und gleichzeitig stand ich morgens vor meinem Kleiderschrank und dachte: Was soll ich bloß anziehen?

Nicht, weil ich keine Kleidung hatte. Sondern weil nichts davon zu meinem Leben passte. Alles, was ich liebte, war plötzlich unpraktisch. Alles, was praktisch war, fühlte sich nicht wie ich an. Ich zog mich um, zog mich um, und irgendwann zog ich einfach irgendetwas an – und vergaß dabei ein bisschen, wer ich war.

Ich glaube, viele Mamas kennen dieses Gefühl.

Schwangerschaft und Stillzeit verändern den Körper – aber nicht die Persönlichkeit

Der Körper einer stillenden Frau arbeitet rund um die Uhr. Er gibt, er trägt, er versorgt. Aber das bedeutet nicht, dass eine Frau in dieser Phase aufhören muss, sie selbst zu sein. Trotzdem vermittelt der Markt für Stillmode oft genau dieses Bild: funktional, unauffällig, irgendwie provisorisch. Als wäre die Stillzeit ein Ausnahmezustand, den man möglichst unsichtbar überbrückt.

Das hat mich gestört. Und aus dieser Frustration heraus entstand dayê rose.

Unsere Styles haben einen unsichtbaren Stillzugang – er ist da, wenn du ihn brauchst, und unsichtbar, wenn nicht. Von außen sieht man keine Stillmode. Man sieht einfach eine Frau, die sich wohlfühlt.

Was Stillmode wirklich leisten kann

Gute Stillmode muss nicht aussehen wie Stillmode. Das ist der Kern von allem, was wir bei dayê rose entwickeln. Unsere Styles haben einen unsichtbaren Stillzugang – er ist da, wenn du ihn brauchst, und unsichtbar, wenn nicht. Von außen sieht man keine Stillmode. Man sieht einfach eine Frau, die sich wohlfühlt.

Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit. Aber wenn du morgens etwas anziehst, das sich gut anfühlt und das du auch tragen würdest, wenn du nicht stillst – dann verändert das etwas. Du gehst anders durch den Tag. Du fühlst dich mehr wie du.

Leichtigkeit in der Stillzeit hat viel mit dem Kopf zu tun. Und Mode kann dabei eine echte Rolle spielen – nicht als Luxus, sondern als tägliche Unterstützung.

Was ich Mamas mitgeben möchte

Die Stillzeit ist intensiv. Sie ist schön und anstrengend und alles auf einmal. Du musst in dieser Phase nicht perfekt aussehen. Aber du darfst dich wohlfühlen. Du darfst dich um dich selbst kümmern.

Wenn du das nächste Mal vor deinem Kleiderschrank stehst und denkst: Das bin nicht mehr ich – dann ist das ein Signal. Nicht dass du undankbar bist oder zu viel willst. Sondern dass du dich selbst nicht vergessen hast. Und das ist gut so.

dayê rose ist aus dem Wunsch entstanden, dass Mamas in einer der intensivsten Phasen ihres Lebens nicht aufhören müssen, sie selbst zu sein.


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