Eine intensive Auseinandersetzung und Analyse aller Chancen und Grenzen bei der Nutzung digitaler Medien muss auch in Kindertageseinrichtungen stattfinden. Nur wenn pädagogische Fachkräfte digitale Medien verstehen, können sie diese sinnvoll einsetzen. In vielen Einrichtungen werden digitale Medien bereits als ergänzende Möglichkeiten genutzt. So entstehen spannende Projekte, wie zum Beispiel Hörspiele und kleine Filme. Auch das Erforschen der Natur bekommt eine ganz neue Qualität, wenn die Kinder dank Endoskopkameras Einblicke in die verborgene Unterwasserwelt eines Baches oder eines Ameisenhügels erhalten.

Wichtig ist: Digitale Medien sollen die pädagogische Bildungsarbeit nicht ersetzen, sondern vielmehr unterstützen – nicht andersherum. Inszenierungen von Lernmomenten mit Lern-Apps sind deshalb nicht Teil des Themas. Vielmehr geht darum, digitale Medien als Werkzeuge für Bildungs- und Entwicklungsprozesse sinnvoll und gewinnbringend zu nutzen, neue Erfahrungsräume zu öffnen und so Perspektiven auf die Welt zu ermöglichen. Medienkompetente Kinder sind nicht Kinder, die möglichst viel mit (digitalen) Medien in Kontakt sind, sondern Kinder, die wissen, in welchen Momenten digitale Medien Möglichkeiten eröffnen und die wissen, wie die Technik einzusetzen ist.

Um im Dschungel der vielfältigen technischen Angebote einen Weg zur sinnhaften Nutzung zu finden, hat der Träger von Kindertageseinrichtungen FRÖBEL ein modernes Format gewählt, um sich dem Thema zu nähern. In einem Lab zum Thema Digitale Medien in der frühpädagogischen Praxis erarbeiten pädagogische Fachkräfte gemeinsam Ideen zu der Frage, wie digitale Tools die Kita-Praxis bereichern können. Sie probieren verschiedene digitale Medien aus, stellen sie den Kindern vor und bieten sie den Kindern an. Dabei ist immer das Interesse der Kinder, ihre Neugier und ihre Entwicklung maßgebend für den Einsatz.