Hasso wälzt sich am liebsten auf der Auslegeware im Schlafzimmer, Bello macht sein Nickerchen bevorzugt neben Herrchen auf der Couch, und Tessa zeigt ihre Liebe zu menschlichen Familienangehörigen gerne, indem sie ihnen einmal quer über das Gesicht schleckt: 

Viele Hunde haben nicht nur einen festen Platz im Herzen ihrer Halter, sondern in all ihren Lebensbereichen. Bei so viel Nähe und liebevoller Zuwendung zwischen Zwei- und Vierbeinern kommt der Mensch leider auch mit Hundeparasiten in Kontakt, die die Gesundheit der ganzen Familie gefährden können.

Doch das muss der Tierliebe keinen Abbruch tun, denn jetzt stehen moderne Behandlungen in Tablettenform zur Verfügung, mit denen ohne viel Aufwand gleichzeitig Darm- und Herzwürmer sowie Flöhe in Schach gehalten werden können.

Egal ob tapsiger Welpe oder mit Würde alternde Hundedame: Die Gefahr einer Ansteckung mit Flöhen oder Würmern ist in jedem Alter permanent gegeben. Während ein Flohbefall von Herrchen und Frauchen bei genauerem Hinsehen meist entdeckt werden kann, stellt eine Wurminfektion eine quasi „unsichtbare“ Gefahr dar.

Im heimischen Garten, in Wäldern und Parkanlagen – Darmwürmer beziehungsweise ihre Entwicklungsstadien lauern überall. Sie gelangen je nach Erregerart auf unterschiedliche Weise in den Hundeorganismus, zum Beispiel durch die Aufnahme von Eiern oder Larven beim Schnüffeln oder durch das Fressen von Nagetieren.

Auch über die Haut können Wurmlarven in ihren vierbeinigen Wirt eindringen. Hundewelpen können bereits im Mutterleib oder beim Säugen über die Milch angesteckt werden. Die Symptome, die mit einer Darmwurminfektion einhergehen können, reichen von Verstopfung, (blutigem) Durchfall, aufgetriebenem Bauch, Erbrechen und Gewichtsverlust bis hin zur Austrocknung. Eine Ansteckung kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Mitten ins Herz: Dirofilaria immitis

Neben weitverbreiteten Darmwürmern wie Spul-, Haken- und Peitschenwurm stellen sogenannte Herzwürmer (Dirofilaria immitis) zunehmend eine Bedrohung für die Hundegesundheit dar.

Sie profitieren von den sich wandelnden klimatischen Bedingungen und von der Tatsache, dass Haustiere heutzutage häufig auf Reisen mitgenommen werden. Besonders perfide: Die infektiösen Larven werden über Mückenstiche von Hund zu Hund übertragen.

Die einmal in das Herz und die Lungenarterien der Vierbeiner gelangten Larven wachsen sich zu Exemplaren von bis zu 30 Zentimeter Länge aus und können schwere, mitunter tödliche Erkrankungen hervorrufen.

Die Behandlung einer Herzwurminfektion ist schwierig und kann Komplikationen hervorrufen. Hinzu kommt, dass manche Hunde trotz Ansteckung keine Symptome zeigen. Eine Herzwurmprophylaxe ist daher eine sinnvolle Maßnahme, allerdings muss vorab durch den Tierarzt abgeklärt werden, ob nicht bereits eine Infektion besteht.

Besonders Kinder und Immungeschwächte schützen 

Sorgsame Hygiene und vor allem die dauerhafte Parasitenkontrolle in Form geeigneter Medikamente sind nicht nur aus Liebe zum eigenen Haustier ein Muss. Ein Hund mit Würmern bedeutet ein permanentes Ansteckungsrisiko für die ganze Familie, denn viele Wurmarten können auch auf den Menschen übergehen.

Insbesondere in Haushalten mit kleinen Kindern oder anderen Risikogruppen mit geschwächter Immunabwehr ist daher eine monatliche Behandlung gegen Darmwürmer sinnvoll, um eine dauerhafte Ausscheidung der Parasitenstadien zu verhindern.

Mit dem Floh kommt der Bandwurm

Ein ebenfalls weitverbreiteter Parasit mit Hang zu haarigen Vierbeinern ist ein für Hundebesitzer alter Bekannter, der Floh. Er kann meist bei genauerer Inspektion des Fells durch das menschliche Auge wahrgenommen werden, was eine schnelle Reaktion auf den Befall erleichtert. Und die ist vonnöten, schließlich führen Flohbisse bei Hunden zu Kratzen und Beißen und lösen Unruhezustände aus.

Auch können sie eine Allergische Flohdermatitis (AFD), eine der häufigsten tiermedizinischen Hauterkrankungen, verursachen und bei schwerem Befall sogar eine Blutarmut hervorrufen.

Aber auch für die menschliche Gesundheit ist die effektive Flohkontrolle von Haustieren immens wichtig. So können Flohbisse beim Menschen allergische Reaktionen bewirken. Darüber hinaus sind sie ein Überträger von Bandwürmern: Kinder laufen zum Beispiel beim Schmusen mit dem Hund Gefahr, versehentlich Flöhe aufzunehmen, die mit diesem auch für den Menschen gefährlichen Parasiten infiziert sind.

Wirkstoff sicher verabreichen

Da die Ansteckungsgefahr mit Flöhen ganzjährig besteht, ist es wichtig, nicht nur die aktuelle Infektion zu bekämpfen, sondern darüber hinaus weitere Ansteckungen durch eine regelmäßige Prophylaxe zu verhindern. Bei der Wahl eines Anti-Parasiten-Mittels ist nicht zuletzt die Darreichungsform von Bedeutung.

Über Halsbänder verabreicht oder örtlich auf das Fell aufgetragen, gelangt der Wirkstoff unter Umständen nämlich auch dahin, wo er nicht hingehört: beispielsweise in den Organismus von im Haushalt lebenden Katzen, die mit dem Hund gegenseitige Fellpflege betreiben und so eine Vergiftung erleiden können, oder sogar in den von Kindern, die das Tier im Anschluss an die Behandlung streicheln.

Mit dem Futter oder nach der Mahlzeit verabreichte Tabletten sind hier eine gute Alternative.

Drei auf einen Streich

Eine innerliche Behandlung hat einer äußerlichen Anwendung gegenüber auch praktische Vorteile: Einige äußerlich aufgetragene Mittel können fettige Rückstände auf dem Fell des Hundes hinterlassen, die Teppiche oder Möbel verunreinigen können.

Auch wäscht sich der Wirkstoff nach und nach ab, wenn der Hund gebadet wird oder schwimmt. Zudem können bestehende Hauterkrankungen oder sensible Haut des Hundes gegen ein äußerliches Mittel sprechen.

Der Tierarzt ist bei allen Fragen rund um die Parasitenbekämpfung der erste Ansprechpartner und klärt über die verschiedenen Optionen für Hundehalter auf. Seit Kurzem stehen beispielsweise Tabletten zur Verfügung die, nur einmal im Monat verabreicht, die gleichzeitige und effektive Kon-
trolle von Flöhen, Darmwürmern und Herzwürmern ermöglichen.

Für Parasiten keinen Zutritt: Wirksame Maßnahmen gegen lästige Mitbewohner

Bitte nur mit Doggy Bag: Ob im eigenen Garten oder unterwegs – das große Geschäft Ihres Vierbeiners bitte sofort aufsammeln und in einer Plastiktüte entsorgen, da Hundekot potenziell eine Ansteckungsquelle für andere Tiere oder sogar Menschen darstellt.

Eltern haften für ihre Kinder: (Klein-)Kinder kommen besonders häufig mit Hundekot in Kontakt, da sie häufig in der Erde buddeln sowie in Sandkästen spielen und auf Spielplätzen unterwegs sind. Nägel daher möglichst kurz halten und nach dem Spielen die Hände gründlich waschen, Dreck unter der Nagelplatte gegebenenfalls mit einem Nagelbürstchen entfernen.

Lassen Sie lieber nicht zu, dass Hunde, von denen Sie nicht wissen, ob sie regelmäßig eine Behandlung zur Parasitenkontrolle bekommen, Kindern über das Gesicht schlecken. Nach dem Streicheln Händewaschen nicht vergessen.

These shoes are made for walking: Wer draußen barfuß läuft, hat ein erhöhtes Risiko für eine Wurminfektion, daher im Freien lieber nicht auf Schuhwerk verzichten.

Vor dem Knabbern gründlich schrubben: Rohkost vor dem Verzehr ausgiebig waschen, um einer Wurminfektion vorzubeugen.

Mit Saugkraft gegen flinke Flöhe: Decken und Kissen des Hundes mindestens einmal wöchentlich waschen oder mit Dampf reinigen, auch andere Bereiche, in denen er sich aufhält (zum Beispiel Polstermöbel und Teppiche), regelmäßig gründlich absaugen.