Doch du weißt trotzdem, dir geht es besser als so vielen anderen Kindern in deinem Heimatland. Im Hinterkopf immer die Gedanken an die beste Freundin, die letzte Woche von Rebellen entführt wurde und schmerzlich vermisst wird.

Was klingt wie ein dramatischer Anfang eines Kinofilms, ist in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern Alltag für die Kinder. Die Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland gibt an, dass täglich 31.000 Kinder an den Folgen von Armut und Unterernährung sterben.

Millionen von Kindern wird ihre Kindheit genommen. Sie werden Opfer von Krieg, Prostitution, Kinderarbeit oder Sextourismus. Hin und wieder branden politische Debatten in Europa oder Nordamerika auf, wie den Kindern geholfen werden könnte, wenn große Katastrophen passiert sind oder Krankheiten ausbrechen. Meist nur ein kurzzeitiger Scheinwerfer auf ein andauerndes Problem.

Kinder aus den ärmsten Regionen der Welt haben weder Zugang zu Bildung noch zu ärztlicher Versorgung. Von Freizeit ganz zu schweigen. Die Eltern müssen unterstützt werden, damit die ganze Familie über die Runden kommt. Es bleibt kein Platz dafür, einen Gedanken an eine schulische Ausbildung zu verschwenden. Die Wege sind zu weit, die Zeit ist zu kostbar. Es ist einer dieser viel beschriebenen Teufelskreise, aus denen nur die wenigsten der Kinder rauskommen.

Umso wichtiger sind die gemeinnützigen Organisationen, Projekte und auch einzelne Bemühungen, für Veränderung zu sorgen und zu helfen. Es kann ganze Generationen verändern, wenn Schulen gebaut werden, ja schon allein, wenn eine grundlegende medizinische Versorgung aufgebaut wird. Effektiv sind die, die nachhaltig helfen. Wird die direkte Bildung und Versorgung von Kindern mit weitreichenden Projekten zu Herausforderungen wie Klimawandel, Armut und Ressourcenverbrauch vereint, können Kinder über Generationen hinweg gerettet werden.

Alle Kinder verdienen es, Kinder zu sein!