Spätere Folgen können Allergien und Asthma, Diabetes und Krebs sein. Die Wissenschaft spricht vom „Toxic Home Effect“ oder „Sick Building Syndrome“.

Lüften allein reicht nicht

In vielen Büros oder energieeffizienten Häusern lässt sich nicht lüften. Und selbst dann: Lüften mindert die CO2-Belastung in der Luft – die ist aber nur ein kleiner Teil des Problems. Es müsste mindestens dreimal, bei Anwesenheit von Menschen fünfmal täglich ein vollständiger Luftaustausch herbeigeführt werden, um eine ordentliche Luftqualität zu erreichen.

Technische Möglichkeiten zur Luftreinigung

Der Markt bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Luftreinigung an. Allerdings sind diese (sehr) teuer in der Anschaffung und erfordern fortlaufende Maßnahmen und Investitionen, wie Energie, Wartung und Filterwechsel. Da es sich um Filtersysteme handelt, werden die Schadstoffe lediglich eingesammelt.

Luftreinigung im Weltraum 

Ohne Pflanzen wäre Leben auf dem Planeten Erde nicht möglich. Die NASA hat daher erforscht, wie Pflanzen für die Luftreinigung im Weltraum eingesetzt werden können. Sie untersuchte 30 unterschiedliche Pflanzenarten auf ihre luftreinigenden Eigenschaften.

Das Ergebnis: Es gibt bestimmte Pflanzen, die sich im Laufe der Evolution darauf spezialisiert haben, sich „aus der Luft“ zu ernähren. Diese Pflanzen stammen überwiegend aus trockenen, heißen Regionen und lassen sich hervorragend zur Raumluftreinigung einsetzen.

Pflanzen als Luftreiniger

Pflanzen nehmen Luft im Rahmen der Fotosynthese über ihre Blätter auf. Enthaltene Schadstoffe transportieren sie zum Wurzelwerk. Dort werden die Schadstoffe, insbesondere VOC, durch pflanzliche Enzyme und Mikroorganismen in ihre chemischen Grundbestandteile (Aminosäure, Stärke, Glucose) aufgespalten. Sprich: Der Schadstoff wird rückstandslos in Nährstoffe für die Pflanze umgewandelt.

Im Rahmen der genannten NASA-Studie wurden Pflanzen vollständig (inklusive Wurzelwerk) belüftet. Wurden die Blätter entfernt, ging die Leistung der Pflanze nur unwesentlich (fünf bis zehn Prozent) zurück. Dies führte zu dem Rückschluss, dass erst die Belüftung des Wurzelwerks die volle Leistungsfähigkeit der Pflanzen ermöglichte.