Der Traum muss solide finanziert werden. Für Normalverdiener heißt das: rechtzeitiger Eigenkapitalaufbau und Zinsabsicherung. Zudem sollten staatliche Förderungen genutzt werden. Hier die fünf wichtigsten Tipps:

Ausreichend Eigenkapital

Ohne Eigenkapital geht gar nichts – zumindest nicht für Normalverdiener. Denn wer nichts auf der „hohen Kante“ hat, bekommt im Regelfall auch keinen Kredit. Oder es wird deutlich teurer. Vorher zu sparen ist aber auch deshalb sinnvoll, weil man nur so die Gefahr einer Überschuldung vermeidet. Vor allem aber: Jeder Euro, den man sich leihen muss, verteuert die Finanzierung. 20 bis 30 Prozent Eigenkapital sollten es deshalb schon sein.

Angebote richtig vergleichen

Beim Vergleich unterschiedlicher Angebote ist es wichtig, einzelne Punkte – etwa die derzeit extrem niedrigen Zinsen – nie isoliert zu betrachten. Am besten: Man schaut sich den jeweiligen Finanzierungsplan über die gesamte Laufzeit an.

Er erhält Informationen zur monatlichen Belastung, zu Zins und Tilgung, zur Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung sowie zu den Gesamtkosten. Wichtig ist auch die Möglichkeit von Sondertilgungen. Die Finanzierung sollte so geplant sein, dass man beim Eintritt in das Rentenalter schuldenfrei ist.

Staatliche Förderungen nutzen

Hier empfiehlt sich zu allererst, den so genannten Wohn-Riester zu nutzen. Eine vierköpfige Familie kann sich auf diese Weise 908 Euro pro Jahr sichern. Den wirtschaftlichen Vorteil eines staatlich geförderten Darlehens über die gesamte Finanzierungslaufzeit hinweg hat Finanztest auf bis zu 50.000 Euro beziffert.

Der einfache Grund: Die Zulagen wirken wie jährliche Sondertilgungen und damit wie ein Tilgungs-Turbo. Wer besonders energiebewusst bauen will, hat zudem Anspruch auf Zuschüsse und zinsverbilligte Darlehen der staatlichen KfW-Bank. Gute Finanzierungsberater wissen auch, ob es lokale oder regionale Fördertöpfe gibt.

Ausreichend tilgen

Wenn möglich, sollte man die aktuelle Niedrigzinsphase zu einer höheren Tilgung als den üblichen ein oder zwei Prozent nutzen. Je höher die Tilgung, desto kürzer ist die Kreditlaufzeit und desto niedriger sind die Gesamtkosten. Um sich finanziell nicht zu übernehmen, sollten für Zins und Tilgung nicht mehr als 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens angesetzt werden.

Zinstief dauerhaft sichern

Niemand sollte sich darauf verlassen, dass die Bauzinsen ewig so niedrig bleiben wie heute. Von daher gilt es, sich die derzeitig extrem günstigen Konditionen möglichst lange zu sichern. Das geht auch mit einem so genannten Kombi-Darlehen einer Bausparkasse – idealerweise mit staatlicher Riester-Förderung.

Es verbindet ein Vorausdarlehen mit einem Bausparvertrag. Die monatlichen Raten und Zinsen sind hier bis zu 28 und mehr Jahre lang sicher. Finanztest bezeichnete diese Produkte 2014 als „sensationell günstig“.