So ist ein schön gedeckter Tisch heute längst nicht mehr alles. Die Herkunft, Art und Menge der konsumierten Güter werden immer bezeichnender für das derzeitige Lebensgefühl. Man nutzt den Teller als Bühne und dieser soll dann nicht nur eine ästhetische Freude, sondern auch ein Statement der jeweiligen Person sein.

Dieser Punkt gilt natürlich auch für mich und meinen Blog EateryBerlin.com. Hier geht es mir neben der Qualität der Produkte und den innovativen Rezepturen sehr stark um eine schöne Präsentation. Ich reduziere ganz bewusst meine Bildsprache auf den Teller oder das Produkt, denn die Bilder sind es, die Emotionen und Interesse wecken, überhaupt weiterlesen zu wollen oder etwas nachzukochen.

Aber nicht nur beim bloggen, auch zuhause würde ich nie einfach etwas auf den Teller werfen. Ich zelebriere das Essen vom Einkauf bis hin zum fertigen Teller. Meiner Meinung nach trägt das zu einer bewussteren Lebensweise, sowie zu mehr Respekt den Produkten gegenüber bei.

Die voluminösen Zeiten von Kartoffeln oben links, Gemüse oben rechts und das Fleisch mittig darunter sind, denke ich, vorüber.

Ich mag durch meine langjährige Arbeit in der Küche schon vorbelastet sein, trotzdem stelle ich immer wieder fest, dass Essen natürlich nicht besser schmeckt nur, weil man es hübsch präsentiert. Hat man allerdings beim Kochen schon eine Prise Liebe dazugegeben und lässt beim Servieren den visuellen Aspekt nicht außen vor, so erlebt der Esser das Rundumpaket.

Die erste Wahrnehmung erfährt man über die Augen, dann die Nase und erst zuletzt gesellt sich dann der Gaumen hinzu. Durch eine schöne Anrichteweise kann sich also das Geschmackserlebnis verstärken und beeinflussen lassen.

Selbstverständlich muss man zuhause nicht den Sterneköchen nacheifern, dennoch kann man durch kleine Kniffe und etwas Fokus viel zum Genuss beitragen. Eine erste Regel für mich ist, die Teller nie zu überladen. Die voluminösen Zeiten von Kartoffeln oben links, Gemüse oben rechts und das Fleisch mittig darunter sind, denke ich, vorüber.

So kann man gerne kleine Türmchen arrangieren, indem die schweren Komponenten unten angerichtet werden und darüber etwas zentrierter auf die Tellermitte die Restlichen folgen. Man sagt aus gutem Grund immer, die Sauce sei das wichtigste, aber warum dann gleich das ganze Essen ertränken? Einfach etwas Sauce auf den Teller geben und eine Sauciere mit dem Rest auf den gedeckten Tisch stellen.

Sie werden sehen, die Ästhetik steigert sich, gleichzeitig gibt es Interaktion beim Essen. Ich habe auch immer etwas Kresse oder Grünzeug im Kühlschrank, denn diese sind nicht nur dekorativ, sondern geben dem Teller Leichtigkeit.

Weniger is(s)t also manchmal doch mehr und verstärkt den Genuss.

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