Sie haben Anspruch auf eine mängelfreie Planung und Bauausführung. Doch die Realität sieht oft anders aus. 

Kostenersparnis durch rechtzeitig erkannte Mängel

Die Mängelhäufigkeit bei Planung und Bauausführung ist nach wie vor hoch und durchzieht alle Gewerke. Während der Bauzeit werden durchschnittlich mindestens 18 gravierende Mängel – bei der Bauabnahme nochmals zwölf Mängel – festgestellt. Das ist Ergebnis einer aktuellen Gemeinschaftsstudie von BSB und IFB Hannover.

Die Studie bestätigt auch, was die Baupraxis immer wieder zeigt: Nur durch unabhängige Kontrolle, rechtzeitiges Erkennen der Mängel und sofortige Mängelbeseitigung sind hohe Bauschadenskosten zu vermeiden. 

Baustellenkontrollen vom ersten Spatenstich bis zur Bauabnahme

Wir teilen die Erfahrung privater Bauherren, dass die Probleme oft schon mit der Vertragsgestaltung beginnen. Insbesondere bei der Bau- und Leistungsbeschreibung fühlen sich Bauherren oft überfordert.

Denn ohne fachmännische Unterstützung können sie nur schwer einschätzen, ob der Umfang der Leistungen, die Planung und Bauausführung, Art und Qualität der Baustoffe und Materialien sowie der technische Ausstattungsgrad eindeutig und konkret beschrieben sind.

Das ist aber Voraussetzung, um den Vertragsgegenstand und den Qualitätsstandard eindeutig zu definieren. Leider sind die meisten Bau- und Leistungsbeschreibungen unvollständig und zu allgemein. Bauherren sollten sich deshalb bereits in dieser Phase unabhängig beraten lassen. 

In der Bauphase werden Sachverständige häufig erst gerufen, wenn schwerwiegende Baumängel aufgetreten sind. Bauschäden sind bereits vorhanden und das Vertrauensverhältnis zwischen Bauherren und Unternehmer ist oft erheblich gestört. Das rechtzeitige Erkennen von Mängeln setzt eine entsprechende Kontrolldichte voraus. Kontrollen sollten bei den Gründungsarbeiten beginnen und den Rohbau vom Keller bis zum Dachgeschoss umfassen.

Als weitere Kontrolltermine sind sinnvoll die Dacheindeckung und die Klempnerarbeiten, der Fenstereinbau und die Rohinstallation, die Putzarbeiten und die Dämmung, der Trockenbau und der Estrich, die Fliesenarbeiten und die Haustechnik. Ebenso sollte die Fachbegleitung zur Schlussabnahme dazu gehören.

Nach unserer Erfahrung nehmen private Bauherren, bei der von uns angebotenen baubegleitenden Qualitätskontrolle bei einem Einfamilienhaus, gern durchschnittlich acht bis zehn Baustellentermine in Anspruch. 

Qualitätskontrolle durch unabhängige Berater

Typische Vertragspartner privater Bauherren sind Generalunternehmer und Bauträger. Nur noch etwa jeder zehnte Bauherr plant und baut sein Haus mit einem Architekten.

Verbraucher brauchen unabhängige Berater mit hoher Fachkompetenz an ihrer Seite. Deshalb können BSB-Mitglieder bei uns auf berufene Bauherrenberater zurückgreifen, die als Bauingenieure, Architekten und Sachverständige über hohe Fachkompetenz und umfangreiche Berufserfahrungen verfügen und sich zur Unabhängigkeit in der Beratung verpflichten. Die baubegleitende Qualitätskontrolle bewährt sich so als Frühwarnsystem gegen Pfusch am Bau. 


Häufige Baumängel

  • Risse im Mauerwerk Baustoffe bedürfen einer Verarbeitung nach Vorgabe. Ist das nicht vorhanden oder werden Materialien falsch kombiniert, führt das unweigerlich zu Mängeln. Die Folge sind oft Risse in Putz und Mauerwerk.
  • Feuchte Fensterleibungen  Fenster und Außenputz bilden die Schutzhülle des Hauses. Werden hier die Anschlussdetails nicht sauber ausgeführt, können Wind und Regen ungehindert eindringen und treten an den Innenflächen in Form nasser Flecken hervor. 
  • Undichte Dampfsperre Eine Dampfsperre soll die hinter ihr liegenden Bauteile vor Feuchtigkeit in der Luft schützen. Lecks können hier dramatische Folgen haben: Kühlt die Luft ab, gibt sie Feuchtigkeit, zum Beispiel an die Dämmung ab.