Aber ein Hausbau oder -kauf gehört bekanntlich zu den größten Herausforderungen im Leben.

Zu beachten ist nämlich nicht nur die passende Auswahl des Grundstücks, die richtige Finanzierung oder die Auswahl eines Bauunternehmens. Speziell junge Familien müssen bei der Planung vor allem einen Blick in die Zukunft wagen, um später bei möglichen Veränderungen flexibel sein zu können. Ein Grundriss sollte daher idealerweise nicht nur zum Zeitpunkt der Planung den Gewohnheiten und Wünschen seiner Bewohner gerecht werden, sondern auch noch in den kommenden Jahrzehnten.

Räume müssen dabei für ein harmonisches Miteinander immer den Bedürfnissen der einzelnen Bewohner gerecht werden: Kleine Kinder wollen nah bei Mama und Papa sein und benötigen entsprechende Aufsicht. Wachsen sie heran, kann für sie die Distanz als Teenager nicht groß genug sein.

Wer sich ein Haus kauft oder baut, bindet sich außerdem fest an einem bestimmten Ort.

Sie brauchen dann keinen Platz zum Toben im Garten, sondern zum laut Musik hören im eigenen Zimmer. Praktisch sind dann zum Beispiel unterschiedliche Etagen, um sich im Schlaf- oder Wohnzimmer mal aus dem Weg gehen zu können. Auch Zugang zu verschiedenen Toiletten oder Bädern kann mögliche Spannungen ausgleichen.

Eventuell wollen später auch die Großeltern einziehen oder ein Elternteil möchte von zu Hause arbeiten. Ein Arbeitszimmer, das sich später zum Jugendzimmer wandelt oder anders herum, ist dann sinnvoll. Generell zu beachten ist bei der Vorausplanung also die gute Mischung aus Nähe und Distanz, die für ein gutes Miteinander sorgt.

Aber gefragt sind nicht nur clevere Innenarchitekten: Wer sich ein Haus kauft oder baut, bindet sich außerdem fest an einem bestimmten Ort. Für alle Familienangehörigen - von jung bis alt – ist auch die Anbindung an Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Nachbarn und Einkaufsmöglichkeiten für die Entwicklung in der Familie immens wichtig.