Maßgeblich unterstützt wird sie dabei durch das Heizungsbauerhandwerk. Eine der Maßnahmen zur Aufhebung des Modernisierungsstaus im Heizungskeller ist das Energielabel für veraltete Heizkessel.

Für ältere Heizkessel wurde das sogenannte Altanlagenlabel entwickelt, das auf die permanenten Heizenergieverluste der alten Heizanlage hinweist. 2016 noch freiwillig, wird das Label ab 2017 zur Pflicht. Eigenheimbesitzer sollten das Label nutzen und mit ihrem Heizungsbauer vor Ort über die Möglichkeiten neuer, moderner Heizsysteme sprechen.

Von den rund 21 Millionen in Deutschland installierten Zentralheizungsanlagen entsprechen schließlich nur circa 33 Prozent dem Stand der Technik. Die übrigen arbeiten ineffizient, das heißt, sie verbrauchen im Vergleich zu modernen Anlagen viel zu viel Energie. Das schadet dem Klima und kostet richtig Geld. Daher hat die Bundesregierung im Rahmen des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes das Altanlagenlabel entwickelt.

Bis 2024 sollen alle alten Heizkessel so eine Effizienzkennung erhalten.

Bereits seit September 2015 müssen neue Heizkessel mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet sein, damit auf einen Blick zu erkennen ist, in welche Klasse – von A++ bis G – sie einzuordnen sind. Nun rücken die Bestandskessel in den Blickpunkt, denn hier gibt es noch ein enormes Einsparpotenzial.

Heizkessel mit einer Leistung bis 400 KW und einem Alter von mindestens 15 Jahren werden seit dem 1. Januar 2016 schrittweise mit dem neuen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen ausgestattet. Das Altanlagenlabel ist analog zur europäischen Energieverbrauchskennzeichnung mit farbigen Querbalken und der eigenen Effizienzklasse gestaltet.

Doch während bei modernen Heizkesseln mindestens ein A steht, würden nach aktuellem Stand zwei Drittel der Heizkessel in Deutschland ein C, D oder E erhalten. So möchte die Bundesregierung den Besitzern vor Augen führen, wie ineffizient ihre Heizung arbeitet, und sie motivieren, in neue Heiztechnik zu investieren.
Wenn das Label 2017 Pflicht wird, werden alle bis dato nicht gelabelten Kessel sukzessive von den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern kostenfrei nachgelabelt. Bis 2024 sollen alle alten Heizkessel so eine Effizienzkennung erhalten.

Der Kesseltausch bringt nicht nur eine bessere Effizienzklasse mit sich.

Fällt dem Heizungsinstallateur im Rahmen von Wartungs- oder Reparaturarbeiten auf, dass der Heizkessel im Einfamilienhaus labelfähig ist, ermittelt er per App die Effizienzklasse. Als Basis dafür dienen Standardwerte aus EN-Normen und Daten von anderen Heizungsmodellen. Messungen an der Heizung sind nicht vorgesehen.

Dann labelt der Installateur den Kessel, sodass dessen Ineffizienz durch die Einstufung in die Klasse C, D oder E sofort erkennbar wird.
Dem Eigentümer bietet sich durch das kostenlose Label die Chance, zusammen mit dem Heizungsfachbetrieb vor Ort Handlungsbedarf festzustellen. Denn der Kesseltausch bringt nicht nur eine bessere Effizienzklasse mit sich. Auch Umwelt und Geldbeutel der Eigentümer profitieren.

Information

Beratung vor Ort vom Heizungsbauer: wasserwaermeluft.de/nc/wissenswert/handwerkersuche