Vom „Häuserkampf“ zwischen Mietern und Investoren ist die Rede, und hinter vorgehaltener Hand auch schon vom Beginn einer Immobilienblase. Besonders hoch im Kurs steht dabei Berlin. 

Betrachtet man nicht nur die Gebrauchtimmobilie, sondern auch den Neubau privater Eigenheime, kann von einem Horrorszenario jedoch keine Rede sein. Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser ist bundesweit stabil auf hohem Niveau, aber keineswegs übertrieben.

Aus Bauherrensicht ist das keine schlechte Nachricht: Bauen statt Kaufen bleibt eine vernünftige Option. Der Traum vom eigenen Haus hat Menschen schon immer bewegt, und selten waren die Rahmenbedingungen dafür, sich diesen Traum zu erfüllen, besser als heute. Denn der Schlüssel zu den eigenen vier Wänden liegt sehr oft in den Händen des Kreditgebers.

Das aktuelle Zinstief nimmt vielen Bauinteressierten die Angst vor einer langfristig drückenden Schuldenlast und erleichtert die Entscheidung, ein Eigenheim zu finanzieren. Das selbst genutzte Wohneigentum bietet zurzeit eine attraktive und dabei sichere Rendite. 

Energieeffizienz

Das Thema, das Bauherren gegenwärtig am meisten beschäftigt, heißt Energieeffizienz. Bei privaten Eigenheimen werden fast nur noch Effizienzhäuser gebaut, für die es staatliche Fördermittel gibt. Wer heute baut, ist gut beraten, auf möglichst geringen Energieverbrauch und damit dauerhaft niedrige Betriebskosten zu achten. 

Die Energiewende fördert auf diese Weise zahlreiche Innovationen im und am Haus: Von der Wärmedämmung über die Heiztechnik bis hin zu einer intelligenten Steuerung des Stromverbrauchs. Der Bauherr ist dabei nicht auf ein bestimmtes System festgelegt, sondern hat die Wahl. 

„Das aktuelle Zinstief nimmt vielen Bauinteressierten die Angst vor einer langfristig drückenden Schuldenlast und erleichtert die Entscheidung, ein Eigenheim zu finanzieren.“

Nachhaltigkeit

Neben der Energieeffizienz ist Nachhaltigkeit ein Trend, der dem Bauwesen aktuell seinen Stempel aufdrückt. Gefragt sind Gebäude mit einer guten Umweltbilanz. Davon profitieren nicht zuletzt die deutschen Hersteller von Holzfertighäusern, die sich schon lange mit der Entwicklung von Effizienzhäusern beschäftigen, und die mit dem Naturmaterial Holz traditionell einen nachhaltigen Baustoff einsetzen. 

Fertighäuser

Inzwischen ist deutschlandweit etwa jeder sechste Eigenheim-Neubau ein Fertighaus. Und die Häuser aus der Fabrik stehen - anders, als es viele Leute immer noch glauben – für individuelles Bauen. Neun von zehn Fertighäusern werden heute individuell nach den Wünschen der Bauherren geplant.

Architekturstile

Individualität drückt sich im Variantenreichtum der Architekturstile aus, die das Bauen mit vorgefertigten Elementen ermöglicht. Und auch die Ausstattung schlüsselfertiger Häuser wird immer individueller und auch hochwertiger.

Der Qualitätsanspruch an die Materialien steigt: Umfragen der Immobilienwirtschaft zeigen, dass etwa ein edler Bodenbelag und ein großzügig ausgestattetes Bad einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Kaufpreis von Gebäuden haben. Über allem steht natürlich die Güte der Bauausführung selbst - sowohl beim Neubau als auch bei der Modernisierung. Vor allem hier lohnt es sich, auf kontrollierte Qualität zu achten und nicht nur auf den Preis.