Alle Branchen und Hersteller befassen sich mit der Thematik, das Angebot von Insellösungen ist aber wenig zielführend.

Um die Möglichkeiten der Technologien optimal auszuschöpfen gilt es zu verstehen, an welchen Stellen das Smart Home für den Nutzer konkrete Mehrwerte schaffen kann. Branchenübergreifende Kooperationen sind erforderlich, um Verbrauchern sinnvolle Produkte anzubieten. Folgendes Beispiel soll der Verdeutlichung dienen:

Sicherheit, Gesundheit und neue Service-Angebote

Eine Zusammenarbeit zwischen Smart Home-Anbietern und Versicherungen führt zu einer Verknüpfung von Sicherheitssystemen mit Schutz- und Notfallservices. Erkennt das System zerbrochene Fensterscheiben, gewaltsame Tür- und Fensteröffnungen oder ungewöhnliche Bewegungen, wird zur Abschreckung eines möglichen Einbrechers eine Sirene ausgelöst, dem Bewohner eine Nachricht auf sein Smartphone geschickt und via Assistance-Service ein 24/7-Notfallservice informiert, der auch bei Abwesenheit des Bewohners nach dem Rechten sieht.

Bei weiteren sicherheitsrelevanten Szenarien, wie drohenden Wasserschäden, kann das Smart Home in Verbindung mit Versicherungsservices dazu führen, dass Versicherer vom reinen Schadenregulierer zum Partner des Kunden werden und Risiken proaktiv verhindern.

Auch neue Geschäftsfelder können erschlossen werden: Altersgerechte Assistenzsysteme ermöglichen ein längeres technologieunterstütztes Leben in den eigenen vier Wänden, erkennen beispielsweise über intelligente Fußböden Stürze der Bewohner und alarmieren den Servicedienst des Versicherers, der ohne Zeitverzug die vernetzte Haustüre automatisch öffnen kann.

Zur Umsetzung solcher Szenarien sind Kooperationen zwingend notwendig. Das Innovationszentrum Connected Living e. V. hat das Ziel, branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, um nutzerzentrierte, ganzheitliche und mehrwertstiftende Lösungen zu entwickeln.