„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze“, sagt der renommierte Ulmer Neurologe Prof. Dr. Manfred Spitzer. Deshalb seien gute Spiele, wie sie die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) anbieten, eine wichtige Ergänzung der Bildungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen. „Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, erklärt der Hirnforscher. Im Gehirn präge sich besonders gut ein, was über mehrere Sinne hineingelangt.

Der Zweck der Spielwaren liegt in sich selbst. Spielwaren dienen dem Erwerb und Erlernen vielfältiger Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie der Sozialisation in der Gesellschaft. Sie gehören einfach zu unserem Leben, was schon Friedrich von Schiller wusste. „Der Mensch ist da nur ganz Mensch, wo er spielt“, schrieb weiland der schwäbische Schwarmgeist.

Die Vorgänge des Alltags werden von den Kindern nachgeahmt und nachgespielt. Deshalb haben Spielwaren schon seit Urzeiten den Alltag, das Echte, das Große im Kleinen abgebildet, damit die Kinder sich ins Leben spielen.

Was in der Steinzeit Gebilde aus Ton und Holz und im Mittelalter Schaukelpferde oder Steckenpferde (zur Vorbereitung auf das Reiten) waren, ist heute in einer äußerst komplexen Gesellschaft die ungeheuere Vielfalt an Spielwaren; darunter auch die Koppelung von Moderne an die Tradition, die Toys 3.0.

Die breite Palette der Spielmöglichkeiten zeigt sich schon in Sprichwörtern.

Denn wenn Kinder sehen, was die Erwachsenen mit iPhone, iPad und Co. so alles anstellen, fahren sie natürlich auch darauf ab, tauchen in diese Welt ein, aber erwerben auch gleichzeitig entsprechende Fertigkeiten.

Die breite Palette der Spielmöglichkeiten zeigt sich schon in Sprichwörtern. Deren Bandbreite reicht von etwas „spielend schaffen“ bis zum etwas „aufs Spiel setzen“. Man kann „verspielen“ oder „eine wichtige Rolle spielen“ – und deshalb spielt es keine Rolle, was Kinder spielen, sondern, dass sie spielen. Gemeinsam spielen – Kinder mit Gleichaltrigen oder Generationen miteinander – vermittelt indirekt, was das Zusammenleben und Zusammenarbeiten in der Kita, der Schule oder im Familienalltag einfacher macht.

Spielen schenkt Freude und Erholung – und bildet.

Kinder sammeln wichtige Erfahrungen, die sie im Alltag nutzen können. Sie lernen, kooperativ zu handeln, kreative Ideen zu entwickeln, sich zu konzentrieren und zuzuhören. Außerdem lernen sie, mit Gewinnen und Verlieren umzugehen und vorgegebene Regeln einzuhalten. Ganz nebenbei werden Gedächtnis, logisches Denken und strategisches Vorgehen trainiert und die Phantasie angeregt.

Spielen wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Entwicklung von Babys und Kinder aus – auch Erwachsene und Menschen im hohen Alter profitieren davon. Deshalb sind die Spielwaren längst lifetime-Produkte geworden, die vom Kleinkind bis zum Ur-Opa generationsübergreifend Spaß machen. Spielen schenkt Freude und Erholung – und bildet.