Wie früh und in welchem Ausmaß Kinder mit neuen Medien in Kontakt kommen sollen, wird durchaus kontrovers diskutiert. Gehört digitales Spielzeug und Tablets schon in die Hände von Vorund Grundschulkindern?

Aus Sicht der Pädagogin und Gründerin des freien Bildungsträgers  KLAX, Antje Bostelmann, spricht jedenfalls vieles für die Frühförderung:  „Die frühe Beschäftigung mit digitalem Spielzeug fördert die Sprachentwicklung und soziale Integration von Kindern, gibt ihnen eine Idee, wie Dinge zusammenhängen.

Kinder lernen durch Spielen: Im Spiel entdecken sie die Welt.

Und es stärkt ihre Selbsteinschätzung. Das erleben wir jeden Tag in unseren Einrichtungen.“  Der frühe Umgang mit digitaler Technik und Medien sei, laut Bostelmann, nur dann gefährlich, wenn Kinder zu passiven Konsumenten werden, denn dann seien sie manipulierbar. Die KLAX-Gründerin nimmt mit dieser Position eine Vorreiterrolle ein, plädiert aber auch für einen Zusatznutzen, den das Technik-Spielzeug bringen sollte. Eine Vorlese-App beispielsweise ersetze nicht das echte Geschichtenerzählen und ist aus ihrer Sicht deshalb wenig zielführend.

Technologie beim Spielen entdecken

Kinder lernen durch Spielen: Im Spiel entdecken sie die Welt, verstehen Zusammenhänge und erwerben motorische, kognitive und soziale Kompetenzen. Dazu brauchen sie Zeit und Raum für eigene Entdeckungen und Experimente. Das gilt beim Bauen mit Bauklötzen genauso wie für das Entdecken von Technologie und Robotik.

Um den Umgang mit Smartphone und digitalem Spielzeug schrittweise zu lernen, sollten Eltern die neuen Medien gemeinsam mit dem Kind entdecken. Beim gemeinsamen Tüfteln an einer schwierigen Aufgabe, zum Beispiel einen eigenen Roboter zu bauen und zu steuern, lernen Kinder sich zu konzentrieren und mit aller Kraft auf ein Ziel hinzuarbeiten.