Zugleich soll das pädagogische Potenzial digitaler Medien für das schulische Lehren und Lernen ausgeschöpft werden. Schüler sollen mit Medien lernen und sie sollen etwas über Medien lernen. Um diese Ziele zu erreichen, sind drei Voraussetzungen notwendig:

  • die strukturelle Verankerung der Medienbildung in den Lehr- und Bildungsplänen
  • die Aus- und Fortbildung der Lehrer für die Aufgaben der Medienbildung
  • sowie eine leistungsfähige Infrastruktur.

Eine Studie der Initiative D21, die im November 2014 vorgestellt wurde, hat untersucht, wie der Leitgedanke der Medienbildung in Deutschland umgesetzt wird. Die technische Ausstattung der Schulen sei im Allgemeinen nicht ausreichend, kritisieren die Autoren und sprechen sich beispielsweise für Standardkonfigurationen, die professionelle Administration und Wartung sowie zentrale Lehr- und Lernplattformen aus.

„Das Zusammenspiel von Pädagogik und Technologie ist ein komplexer Prozess, der nur mit den geeigneten Rahmenbedingungen gelingen kann. Die aus der Studie hergeleiteten Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsträger, insbesondere in Fragen der technischen Infrastruktur, decken sich mit unseren Erfahrungen“, erklärt Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft.

Zahlreiche Schul-IT-Experten aus Unternehmen und Vereinen arbeiten im Didacta Verband zusammen, um eine hohe Unterrichtsqualität zu sichern.

„Wir empfehlen Schulen und Schulträgern, nicht allein in Hard- oder Software zu investieren, sondern alle Aspekte zu berücksichtigen.“ (Fthenakis)

Das Zeitalter der zentralen PC-Räume geht zu Ende, heißt es in der D21-Studie. Digitale Medien müssten als selbstverständlicher Bestandteil des normalen Fachunterrichts integriert werden und jederzeit adäquat einsetzbar sein. Schulen und Lehrkräfte würden gerade in Fragen der IT-Administration, der Wartung und Pflege sowie der Verfügbarkeit von digitalen Lerninhalten zu oft alleingelassen.

IT-Lösungen, die einen pädagogischen Mehrwert bieten, Fachberatungen für Schulträger und Fortbildungsangebote für Lehrer sind für den Didacta Verband zentrale Bestandteile eines Gesamtangebots, das Lehrkräfte und Schulträger bei ihrer Arbeit unterstützen soll und so zu einer gelingenden Medienbildung beitragen kann.

„Die Unternehmen und Organisationen der Bildungswirtschaft haben in den vergangenen Jahren tragfähige, praxiserprobte IT-Lösungen entwickelt. Jetzt ist die Politik am Zug, diese flächendeckend in den Schulalltag zu integrieren“, fordert Fthenakis.