Armut, überfüllte Schulen oder die Unwissenheit der Eltern sind häufig die Gründe. Dabei wirkt sich nichts so sehr auf die Entwicklung einer Gesellschaft aus wie die Bildung der Kinder – im positiven wie im negativen Sinn.

Doch nicht nur in den Kinderrechtskonventionen spielt das Thema Bildung eine wichtige Rolle. Bildung ist ein Menschenrecht. Darin heißt es unter anderem: „Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Der Unterricht muss wenigstens in der Elementar- und Grundschule unentgeltlich sein.

Der Elementarunterricht ist obligatorisch. Fachlicher und beruflicher Unterricht soll allgemein zugänglich sein; die höheren Studien sollen allen nach Maßgaben ihrer Fähigkeiten und Leistung in gleicher Weise offen stehen.“

Bildung heißt Leben

Doch wann ist das Recht auf Bildung voll verwirklicht? Die Vereinten Nationen unterscheiden drei Kernbereiche, die wichtig für einen menschenrechtlichen Bildungsansatz sind: Rechte durch Bildung sowie das Recht auf Bildung, mit den vier Strukturelementen der Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Akzeptierbarkeit und Adaptierbarkeit von Bildung sowie Rechte in der Bildung.

Das Menschenrecht auf Bildung ist zudem ein Schlüssel für die anderen Menschenrechte. In den Teilen der Welt, wo es möglich ist,  Bildung umfassend zu verwirklichen, lernen Kinder bereits früh, für sich und ihre Rechte einzustehen. Zudem entwickeln sie ein Bewusstsein ihrer Würde und sehen diese auch in ihrem Gegenüber. Sie erwerben Kompetenzen, die ihnen die aktive Gestaltung und Teilhabe an Gemeinschaft und Gesellschaft erlauben.

Dort, wo das Recht auf Bildung nicht verwirklicht wird oder werden kann, ist auch der  Zugang zu anderen Rechten erschwert oder sogar extrem eingeschränkt.