Lernt die Generation Internet am besten online?

Kinder, schon die kleinsten, wachsen heute ganz selbstverständlich mit digitalen Medien auf: Zweijährige beschäftigen sich mit interaktiven Spielen am Tablet, eine Dreijährige nimmt ganz automatisch durch Wischen über das Smartphone den Anruf der Oma an und mit fünf Jahren sitzt der kleine Bruder neben der großen Schwester, wenn diese mit dem Onkel „skypen“ will.

Die Medienwelt hat sich gewandelt und unsere Kinder wachsen mit diesen neuen Möglichkeiten auf, an deren Vorteile wir Erwachsene uns zuweilen erst langsam gewöhnen müssen.

Hat das Einfluss auf das Lernen?

Natürlich hat diese Tatsache auch Einflüsse auf das Lernen – auf das schulische und das ganz alltägliche Lernen – der „Digital Natives“, der in die Welt der Medien hineingeborenen Kinder. In der Schule haben die digitalen Medien natürlich einen Platz gefunden und es kommen immer mehr hinzu.

Aber wenn in der Schule dann weniger selbstverständlich mit Tablet und Laptop gearbeitet wird, als die Kinder es womöglich aufgrund der Erfahrungen im Alltag zu Hause erwarten, wird der Unterschied zwischen der Erfahrung der Erwachsenen und dem Lebensalltag der Kinder wieder deutlich. Auch die medialen Erfahrungen der Kinder gehen stark auseinander.

Das alles muss in der Schule in Einklang gebracht werden, denn sowohl die digitalen als auch die analogen Arten und Methoden zum Lernen haben ihre Berechtigung. Aber das ist nicht so einfach.

Wie können Kinder in ihrer Freizeit die Medien zugunsten schulischer Themen nutzen?

Computer, Internet, Smartphones und Tablet-PC bieten viele Möglichkeiten, sich mit schulischen Lerninhalten auch zu Hause zu beschäftigen.

Gemeinsam mit ihren Eltern können Kinder, dank dieser in der Freizeit nahezu permanent verfügbaren Medien ganz frei und spielerisch, zu in der Schule besprochenen Themen im Internet weiterforschen und so das eigene Interesse für die Unterrichtsinhalte ausbauen.

Wie kann das Internet konkret beim Lernen helfen?

Über das Recherchieren gemeinsam mit Erwachsenen hinaus gibt es verschiedenste Software für den Computer oder Websites im Internet, die beim Lernen für Klassenarbeiten oder bei der Suche nach Antworten helfen.

Das Vokabellernen wird häufig an den Computer verlagert und mathematische Phänomene können dank spezieller Software gut bildlich dargestellt – und dann oft leicht verstanden – werden.

Auch das Smartphone kann sowohl die Begeisterung für schulische Themen als auch das konkrete Üben unterstützen: So gibt es kleine Geschichtsprogramme zu Gedenktagen, Rechtschreibübungen und Nachschlagesoftware – und der Sternhimmel mit Planetenbezeichnung weckt ebenso die Begeisterung für die Naturwissenschaften wie die App zur Pflanzenbestimmung.

Wo können sich Lehrer informieren?

Lehrkräfte sind hinsichtlich neuer Lernmethoden gut informiert: www.lehrer-online.de ist eine Website mit praktischen Tipps. So finden alle Lehrerinnen und Lehrer stets aktuelles kostenfreies Material, das sie für ihren eigenen guten und interessanten Unterricht mit Computereinsatz nutzen können.

Hier gibt es zudem Hinweise darauf, welche neuen Lernformen und -programme sich für den schulischen Einsatz, aber auch für die Arbeit der Kinder zu Hause, eignen.