Ihr erster Kinofilm „Sputnik“ überraschte die Filmkritiker und überzeugte das Publikum. Im Interview sprechen sie über ihren neuen Film.

Hallo Luca, hallo Flora, schön, dass ihr Zeit für ein Interview habt. Erzählt mal, wie seid ihr zur Schauspielerei gekommen?

Luca: Mir hat es schon immer Spaß gemacht, kleine Rollen in Schulaufführungen zu spielen. Meine Verwandten haben darin ein Talent erkannt und meinen Eltern nahegelegt, das zu fördern. Als sie mich dann endlich zur Schauspielschule geschickt haben, war ich glücklich.

Meine erste Lehrerin hat mich dann auch gleich für ein Casting vorgeschlagen, wo ich auch prompt die Rolle bekommen habe. So fing das an.

Flora: Ich bin in einer Schauspielagentur für Kinder und Jugendliche und bekomme von dort Castingeinladungen vermittelt. Ich habe aber schon immer gern Theater gespielt.

Was gefällt euch daran besonders?

Flora: Man kann sich immer in neue Rollen und andere Menschen versetzen und sich verändern. Das find ich richtig toll, mal traurig, dann wütend, schüchtern ... Es macht mir einfach total viel Spaß.

Luca: Genau, jede Rolle hat ihre eigenen Eigenschaften und Gefühle und man kann sich jedes Mal neu in der Rolle verwirklichen und selbst erfinden.

Wie merkt ihr euch Texte, habt ihr eine besondere Lernstrategie?

Luca: Ich lerne nicht den ganzen Text auf einmal, sondern nehme mir immer nur kleinere Passagen vor. Wobei mir Dialoge leichter fallen als Monologe.

Flora: Wenn man sich so richtig in die Rolle reinversetzt, dann kann man sich denken, was man sagen würde. Das fällt einem dann viel leichter. Wenn ich das nicht hinkriege, übe ich halt, bis ich es kann.

Luca: Einfach so lange wiederholen, bis der Text sitzt. Ich mache das auch ganz gern vor dem Einschlafen, über Nacht prägen sich die Passagen dann ein.

Wie kann man sich so einen Tag am Set vorstellen?

Flora: Also man wird erst von einem Fahrer zum Set gefahren. Dort geht man zur Kostümabteilung und fertig umgezogen in die Maske. Danach zum Ton, der das Mikro anbringt. In der Zeit machen die Requisiteure, die Kameraabteilung, die Beleuchter mit dem Regisseur das Szenenbild klar. Dann drehen wir die Szene in verschiedenen Einstellungen, also immer noch mal in einer anderen Kameraperspektive und immer mehrere Takes, weil ja nicht gleich beim ersten Mal alles perfekt funktioniert.

Was sagen eure Freunde dazu, dass ihr berühmt seid?

Flora: Also die meisten finden es cool, andere sind eifersüchtig, was ich schade finde.

Luca: Denn dafür gibt es gar keinen Grund, zu schauspielern ist ein Hobby wie jedes andere auch, nur das man dabei eben von vielen Menschen gesehen wird.

Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht vor der Kamera steht oder zur Schule geht?

Luca: Ich spiele gern Badminton und Fußball, mit meinem Bruder. Ich lese aber auch sehr gern, viele Bücher und Comics.

Flora: Fußball spiele ich auch, sogar im Verein. Und ich tanze auch gern. Außerdem treffe ich mich mit Freunden oder telefoniere lange mit ihnen und male, lese oder turne.

Bitte erzählt kurz von eurem aktuellen Film und wen ihr darin spielt.

Flora: Der Film heißt „Sputnik“, er spielt in der DDR. Ich spiele Friederike. Sie und ihre beiden besten Freunde Jonathan und Fabian versuchen, eine Beammaschine zu bauen, um Riekes Onkel Mike aus dem Westen wieder „zurückzubeamen“.

Luca: Der Film kam gerade im Oktober raus und es ist ein Film für die ganze Familie. Ich spiele den Jonathan Reinhardt, der liest viel und hat oft Angst und traut sich vieles nicht, aber mit seinem Wissen kann er dann wieder allen anderen imponieren.

Was möchtet ihr später beruflich machen?

Luca: Natürlich würde ich schon gern Schauspieler werden, aber ich denke, dass ich mich erst einmal auf einen guten Abschluss konzentriere, und dann schaue ich weiter.

Flora: Also ich möchte auf jeden Fall später gerne Schauspielerin werden. Wenn das nicht klappt, mache ich etwas mit Tieren oder mit Sport.

Vielen Dank für das Interview!