Es liegt eigentlich auf der Hand, wurde aber auch in umfassenden Studien nochmal wissenschaftlich nachgewiesen: Lesen ist die Schlüsselqualifikation für die Teilhabe an der Gesellschaft, für den beruflichen Erfolg und für die persönliche Entwicklung. Wer als Kind nicht richtig – die Experten sagen „sinnentnehmend“ – lesen lernt, hat es später in jeder Hinsicht schwerer. Nicht nur ganz direkt, wenn es um den Schriftverkehr mit Ämtern oder Anwälten, oder um den Austausch in den weitgehend schriftbasierten Sozialen Medien geht, sondern auch indirekt. Denn Lesen fördert die Sprachkompetenz, erweitert das Vokabular und den eigenen Horizont, regt Fantasie und Kreativität an, kurzum: Lesen bereichert unser Leben in jeder Hinsicht. Wir denken weitgehend „in Sprache“ – wer besser lesen kann, kann auch besser denken, kann mehr verstehen und hat dem entsprechend mehr Verhaltensmöglichkeiten.

Wer gut lesen kann, kann auch besser denken

Doch man muss gar kein humanistisches Bildungsideal bemühen, um das Argument „Pro Lesen“ wasserdicht und zwingend zu formulieren. Auch die gesellschaftlichen Folgen sind dramatisch. Leseschwache Schüler werden zu leseschwachen Erwachsenen, die statistisch gesehen höchstwahrscheinlich keinen qualifizierten Beruf ausüben werden. Die meisten von ihnen werden die Gesellschaft nicht mit guten Ideen, klugen Vorschlägen, innovativen Unternehmen oder packenden Theaterstücken nach vorne bringen.
Ein hoher Bildungsstand ist Deutschlands wichtigste wirtschaftliche Ressource – und Bildung fängt mit der ersten Klasse an. Wer in der Grundschule nicht richtig lesen lernt, lernt es später meist auch nicht mehr. Eine große Hilfe können intelligente Lernzugänge wie die Silbenmethode sein: Wir sprechen keine Buchstaben, sondern Silben. Schon Kleinkinder spielen mit Silben, Reimen und Rhythmen, die Silbenmethode greift diese ganzheitlichen Vorerfahrungen auf und führt schneller zum Erfolg als das traditionelle Buchstaben-Lernen. Der Lernerfolg schafft Selbstbewusstsein und macht Mut, die Welt lesend zu entdecken. Und damit ist die elementare Grundlage für ein gutes Leben geschaffen.