Johanna Petric´ hat 2013 einen Europäischen Freiwilligendienst in Brno, Tschechien, geleistet. 11 Monate arbeitete sie in der Effeta Holzova, einer Werkstatt der Caritas für geistig behinderte Menschen und unterstützte die Fachkräfte bei der Durchführung von Lern- und Freizeitangeboten. Heute studiert sie Gesundheitsmanagement.
„Mein Europäischer Freiwilligendienst in Tschechien hat zu einem Großteil zu dem beigetragen, was mich heute ausmacht: mein Bildungsweg, mein Selbstbewusstsein, meine Offenheit. Das konnte ich in keiner Schule lernen.“
Nationale Agentur JUGEND für Europa für den Bereich JUGEND IN AKTION des Programms Erasmus+

 

Prof. Dr. h. c. Gordon Wagener ist 1993/94 Erasmus-Stipendiat am Royal College of Art in London (GB) gewesen und Alumnus der Folkwang Hochschule Essen. Heute ist er der Leiter des Designbereichs der Daimler AG, Mercedes-Benz Cars, Vans & Daimler Truck, Stuttgart.
„An das Royal College of Art in London zu gehen, war dank der Erasmus-Partnerschaft mit der Uni Essen möglich. Der Aufenthalt dort hat mir den notwendigen konzeptionellen Background gegeben. Ohne Erasmus hätte ich die Chance, heute genau das zu tun, wovon ich zuvor geträumt habe, vielleicht nie bekommen.“
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für den Bereich Hochschulbildung des Programms Erasmus+

Linda Keller unterrichtet Deutsch, Evangelische Religionslehre und Sport an der Gemeinschaftsschule Graf Soden in Friedrichshafen (Baden-Württemberg). Im Oktober 2014 hat sie mit Erasmus+ eineinhalb Wochen ihren dänischen Kolleginnen und Kollegen über die Schulter sehen können.
„Das Job-Shadowing in Århus hat mir die Augen geöffnet. Der offene Umgang der Lehrkräfte untereinander und gegenüber den Schülerinnen und Schülern beeindruckte mich. In vielen Gesprächen habe ich erfahren, dass hohe Arbeitsbelastung und pädagogische Veränderung auch in skandinavischen Ländern ein Thema sind. Was mir besonders gefiel: Kein Lehrer unterrichtet ,fachfremd‘ und in allen Fächern werden kooperative Lernformen praktiziert.“
Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz für den Bereich Schulbildung des Programms Erasmus+

Ruth Aufsfeld ist Auszubildende zur Goldschmiedin an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. 2013 hat sie im Rahmen des EU-Bildungsprogramms an einem Austausch nach Norwegen teilgenommen. Dort hat sie die traditionellen Techniken norwegischer Fligranarbeiter gelernt- und Selbstvertrauen aufgebaut.
"Während ihres Lernaufenthaltes gestaltete Ruth Schmuck zu verschiedenen Themen. Der für den Austausch zuständige Lehrer ermutigte sie, ihre Ideen auch mit Techniken umzusetzen, die sie noch nicht perfekt beherrschte. "Plötzlich habe ich gesehen: Ich kann das machen, zum Beispel kleinste Teile löten. Ich habe durch den Austausch unglaubliches Vertrauen in meine Fähigkeiten gewonnen", erzählt Ruth. Inspirieren ließ sich Ruth auch von der besonderen norwegischen Natur."
Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) für den Bereich Berufs- und Erwachsenenbildung des Programms Erasmus+
 

Mit dem neuen EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, Erasmus+ (2014–2020), können junge Menschen und Lernende Unterstützung bei Auslandsaufenthalten zu Lernzwecken erhalten.

Zusätzlich stehen in Erasmus+ Mittel für die transnationale Zusammenarbeit zur Verfügung, zum Beispiel für strategische Partnerschaften, die auf den Transfer, die Entwicklung und/oder die Umsetzung von Innovation und bewährten Verfahren abzielen.

Wichtig ist der Austausch bewährter Praxis im Bildungs- und Jugendbereich. Im Sport wird sich das Programm vor allem auf Kooperationsprojekte und den Breitensport konzentrieren – das Ziel der „Europäischen Woche des Sports 2015“ ist zum Beispiel, die Teilnahme am Sport zu fördern und das Bewusstsein für die Bedeutung von Sport und körperlicher Bewegung zu schärfen.

Über vier Millionen junge Menschen – Jugendliche, Schüler, Auszubildende, Studierende und Erwachsene – können bis 2020 berufliche Erfahrungen sammeln, sprachliche und interkulturelle Fähigkeiten erwerben, indem sie mit Erasmus+ im Ausland studieren, einen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, sich weiterbilden oder als Freiwillige tätig sind.

Drei nationale Behörden

kofinanzieren die Umsetzung von Erasmus+ in Deutschland.

Vier nationale Agenturen setzen das Programm um:

  • für den Hochschulbereich die NA DAAD
  • für den Schulbereich die NA PAD, für die Berufs- und Erwachsenenbildung die NA BIBB
  • und für die Jugend die NA JfE.

Die Agenturen haben es sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, die Chancen und Möglichkeiten des neuen Programms für alle verständlich und serviceorientiert nutzbar zu machen. Sie stehen als Ansprechpartner für alle Fragen rund um Erasmus+ zur Verfügung.