Wer sein Tier gesund ernähren will, sollte einige Grundsätze beachten. Tipps für artgerechte Ernährung.

Das wichtigste zuerst: Was dem Menschen schmeckt, ist nicht gleichzeitig gut für das Tier. Denn wenn man seine Haustiere in der Ernährung zu sehr vermenschlicht, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Leider ist es vielen Tierhaltern gar nicht bewusst, welche Folgen eine falsche Ernährung für Hund oder Katze haben können. Essen, was dem Menschen schmeckt, kann für Hund oder Katze sogar giftig sein.

Avocado und Schokolade sind lebensbedrohlich

Der Organismus eines Hundes und einer Katze unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom menschlichen Organismus. So können beispielsweise aufgrund einer anderen Enzymausstattung bestimmte Stoffe in Zwiebeln und Knoblauch die roten Blutkörperchen des Hundes und der Katze zerstören und zur bedrohlichen Blutarmut führen. Rohes Schweinefleisch kann für den Menschen unbedenkliche, für den Hund jedoch tödliche, Keime enthalten.

Dies ist vor allem in der Frischfleischfütterung zu beachten. Einige Avocadoarten enthalten das für Hunde giftige Persin, welches den Herzmuskel angreifen und schlimmstenfalls zum Tod führen kann. Tabu für den Hund ist auch Schokolade. Sie enthält das giftige Theobromin.

Auf die Nährstoffzusammensetzung achten

Manche Tierhalter investieren viel Zeit und bereiten das Futter für das Tier nach bestem Wissen selbst zu. Doch auch das kann bedenklich sein. Denn es ist sehr schwierig, wirklich die richtige Nährstoffmischung und Vitaminzusammensetzung zu erreichen. Eine sichere Methode ist, auf das reichhaltige Angebot der Heimtiernahrungsindustrie im Handel zurückzugreifen.

Um hier die richtige Auswahl zu treffen, ist es aber genauso wichtig, die Bedürfnisse des eigenen Tieres genau zu kennen. Vor allem das Alter, der Gesundheitszustand und die Rasse spielen eine Rolle. Auch muss die Fütterung dem Energiebedarf angepasst werden.

Zur besseren Orientierung ist auf den Verpackungen also jeweils angegeben, ob es sich um Voll- oder Ergänzungsnahrung, um Nass- oder Trockennahrung oder um eine Zwischenmahlzeit handelt.

Krank durch Fütterungsfehler

Experten für Heimtiernahrung empfehlen, sich auf jeden Fall an die angegebenen Fütterungsvorschriften zu halten. Übergewicht sei eine häufige Folge von Fütterungsfehlern und spiele bei vielen Krankheiten, wie Diabetes, Gelenkerkrankungen und Herzkreislauferkrankungen eine Rolle. Unverträglichkeiten seien selten zu beobachten. Ein gutes Futter zeige sich beim Tier in leuchtendem Fell, starken Zähnen, guter Verdauung, Vitalität und Lebensfreude.