Die Zecken befallen Haustiere auf der Suche nach einer Mahlzeit, die sie in Form von Blut zu sich nehmen. Und beinhalten damit ein noch viel dramatischeres Risikopotenzial! Denn Zecken bergen nicht nur die Gefahr lokaler schmerzhafter Entzündungen, sondern können auch als Vektor, als Überträger vieler Erkrankungen wirken.

Neben parasitären Infektionen wie der Babesiose treten vor allem bakterielle Infektionen wie die Anaplasmose oder die Borreliose auf. Katzen sind deutlich seltener von durch Zecken übertragene Erkrankungen betroffen als Hunde. Neben den für Haustiere gefährlichen Erregern können Zecken für den Menschen hochgefährliche Erreger übertragen. Die virusbedingte Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis und die bakterielle (Lyme-) Borreliose können für den Menschen sogar tödlich sein.

Vorbeugen ist besser als Heilen.

Da nicht nur die Zecke als Überträger für Erkrankungen dient, sondern auch Hunde und Katzen als Überträger für Zecken dienen, hat die Prävention von Zeckenbefall eine doppelte und damit übergeordnete Bedeutung in der prophylaktischen Tiermedizin.

Es existieren neben naturheilkundlichen Varianten in der Tiermedizin vor allem drei Methoden der Zeckenbekämpfung. Alle Wirkstoffe basieren auf der neurotoxischen Wirkung, die ausschließlich die Zecke betrifft und nicht den Wirt! Die Spot-On-Methode bedient sich einer Flüssigkeit, die auf das Fell aufgetragen wird und die Tiere für vier Wochen schützen soll.

Zeckenhalsbändern speichern den Wirkstoff in komplexen Strukturen, die dann zum Beispiel durch Reibung auf dem Fell freigesetzt werden und die Tiere bis zu neun Monate schützen sollen. Die Verabreichung von Tabletten bietet die dritte Möglichkeit und verspricht bis zu drei Monate Zeckenschutz.Dem Menschen bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als den eigenen Körper nach Zecken abzusuchen. In diesem Sinne: Vorbeugen ist besser als Heilen.