Antwort: Indem er vom Tierarzt mindestens einmal im Jahr dagegen geimpft wird.

Endlich Frühling! Die Sonne scheint und lockt Hund und Herrchen für ausgiebige Spaziergänge an die frische Luft. Doch aufgepasst: in Seen oder Pfützen lauern gerade jetzt Gefahren in Form von Bakterien – sogenannte Leptospiren, die bei Hunden die mitunter tödliche Infektionskrankheit Leptospirose auslösen können. Und auch Menschen sind davor nicht gefeit.

Die Infektion & ihre Folgen

Zur Familie der Leptospiren zählen rund 200 Unterarten, von denen die meisten gutartig sind. Die krankmachenden Typen, die weltweit in unterschiedlicher Menge vorkommen, befinden sich in der Minderheit.  Sie haben sich extreme Überlebensstrategien angeeignet und finden in Wildnagern wie Mäusen oder Ratten – die an den Erregern selbst nicht erkranken, diese aber mit ihrem Urin ausscheiden – perfekte Wirte.

Feuchte Gebiete wie stehende Gewässer oder nasse Böden bieten den ausgeschiedenen Bakterien – besonders bei warmen Temperaturen – ideale Vorrausetzungen, sich zu vermehren. Badet der Hund in den infizierten Gewässern oder trinkt daraus, schlängeln sich die Leptospiren aufgrund ihrer äußerst dünnen, spiralförmigen Beschaffenheit problemlos durch verletzte Hautstellen oder gesunde Schleimhäute und siedeln sich im Blut an.

Sie schädigen u.a. die Wände der Blutgefäße und verursachen starke Entzündungen in Leber und Nieren. Die Inkubationszeit beträgt dabei vier bis 14 Tage und Gelbsucht und Niereninsuffizienz sind nur Einige der schwerwiegenden Folgen. Im schlimmsten Fall stirbt der Hund an Leber- und Nierenversagen oder einer Blutvergiftung.

Die Symptome & ihre Behandlung

Leider unterscheiden sich die Symptome manchmal nicht von denen harmloser Krankheiten. Der Tierarzt sollte bei auffälligem Verhalten des Hundes jedoch sofort aufgesucht werden, da ein Nieren- oder Leberversagen gefährlich schnell eintreten kann.

Vorsicht ist also geboten, wenn der Hund unter Fieber, Rückenschmerzen, Schwäche, Atemnot, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall leidet. Typisch sind auch punktförmige Blutungen in der Maulschleimhaut sowie deren Gelbfärbung.

Infizierte Tiere haben oft enormen Durst und lassen demzufolge viel Urin, der wiederum mit Leptospiren verseucht ist und nicht nur für andere Hunde, sondern auch für Menschen eine Gefahrenquelle darstellt. Kommt der Mensch an einer verletzten Hautstelle – und ist sie noch so klein – mit dem Urin in Kontakt oder wird dort von einem erkrankten Hund abgeleckt, erhalten die Erreger freien Eintritt.

Im Gegensatz zum Tier, erleidet der Mensch größtenteils nur grippeähnliche Symptome, die meist mit Antibiotika gut zu behandeln sind. Ein erkrankter Hund bekommt dagegen neben weiteren Medikamenten auch Infusionen und benötigt mitunter eine längere stationäre Überwachung.

Die Impfung als Prophylaxe

Einen guten Schutz bietet das Vermeiden von stehenden Gewässern. Da dies ein ziemlich schwieriges Unterfangen sein kann, sollte der Hund auf jeden Fall jährlich eine Schutzimpfung gegen Leptospirose erhalten – auch wenn er mit dieser niemals vollständig immun ist, da nicht für alle Leptospiren Impfstoffe existieren.

Während bisher nur gegen zwei Erreger geimpft wurde, ist seit Kurzem ein neuer Impfstoff auf dem Markt, der gegen eine weitere in Deutschland häufig vorkommende Leptospirenart schützt. Am besten fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt!