Heute ist die Behandlung von Groß- und Kleintieren mit homöopathischen Tierarzneimitteln aus der tierärztlichen Praxis nicht mehr wegzudenken. Der gezielte Einsatz sowie die Heilungsaussichten bewegen immer mehr Ärzte und Therapeuten, Tiere mit homöopathischen Arzneien schonend zu behandeln und zu heilen. 

War bis in die neuere Vergangenheit die Unterdrückung von Krankheit und Seuchen die Hauptaufgabe der Veterinärmedizin, haben Fortschritt und die moderne Sicht des Menschen auf sein Tier als Begleiter und Freund die Tiermedizin nachhaltig beeinflusst und den Boden für alternative und sanftere Heilmethoden bereitet. 

EU-weite Bioverordnung

Dieser veränderte Blick auf unsere Haustiere führte schnell zu neuen und ethisch untermauerten Forderungen: Vor 35 Jahren wurde im Europarat die „Universelle Erklärung der Tierrechte“ veröffentlicht, dass alle Tiere ein Recht auf Leben und Achtung haben; in Deutschland wird Anfang der 90er Jahre im Bürgerlichen Gesetzbuch festgeschrieben, dass Tiere Lebewesen sind und seit 2009 gilt die EU-weite Bioverordnung Nr. 834/2007, nach der „Krankheiten unverzüglich zu behandeln sind, um ein Leiden der Tiere zu vermeiden; (…) allopathische Tierarzneimittel einschließlich Antibiotika dürfen erforderlichenfalls (…) verwendet werden, wenn die Behandlung mit phytotherapeutischen, homöopathischen und anderen Erzeugnissen ungeeignet ist.“ 

Human-Naturheilverfahren

So findet in nur wenigen Jahrzehnten ein Human-Naturheilverfahren seinen Weg bis in die europäische Gesetzgebung zur biologisch korrekten Tierhaltung und -behandlung. Seitdem sind durch homöopathische Anwendungen und Erfahrungen sichere Indikationen und Therapiekonzepte entstanden, die sich in der Praxis an unseren kleinen Vierbeinern und gefiederten Freunden vielfach bewähren, Krankheiten heilen oder Lebensqualität erhalten.

Die dabei angewendeten Arzneimittel werden ausschließlich nach homöopathischen Grundsätzen, Verfahrenstechniken hergestellt und deren Ausgangsstoffe rein pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sind oder Krankheitsstoffe (Nosoden).

Sie werden im Regelfall als Injektionen, Tropfen oder Globuli verabreicht, letztere bevorzugt für die Behandlung von Klein- und Haustieren. Homöopathische Arzneimittel aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und stärken die eigenen Abwehrmechanismen.

Wo dies aufgrund der Art oder Schwere der Erkrankung nicht möglich ist, unterstützen sie die Schulmedizin, etwa um Schmerzen erträglicher zu machen oder Heilungsprozesse, zum Beispiel nach Operationen, zu beschleunigen.