Deshalb liegt es auch nah, dass den Besitzern die Gesunderhaltung dieser besonderen Freunde sehr am Herzen liegt. Die richtige Fütterung ist dabei ein wichtiges Thema. Hierbei steht zumeist der Tierarzt mit Rat und Tat zur Seite. Auch online findet der rege Austausch zwischen den Tierhaltern in zahlreichen Netzwerken, Foren und Blogs statt.

Vielfältige Meinungen und seltener wirkliche Informationen, was am besten für Hund oder Katze sei, sind dort zu finden. Gängige Vorurteile rund ums Futter werden gerne wiederholt, aber durch Wiederholung nicht richtiger.

Futterherstellern wird eher weniger geglaubt – obwohl hier ein großer Kreis an Experten mit Fachwissen über Tiergesundheit und Tierernährung versammelt ist. Schade eigentlich. Denn die Hersteller entwickeln die Rezeptur jedes Futters mit großem Sachverstand, Erfahrung und wissenschaftlichen Erkenntnissen, sodass eine optimale Zusammensetzung gewährleistet ist.

Beispielsweise wird häufig vermutet, die tierischen Bestandteile im Futter seien minderwertiges Fleisch. Das stimmt so nicht. Die Angabe im Inhaltsverzeichnis von Futter „tierische Nebenerzeugnisse“ bezeichnet Teile vom Tier aus Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung, die zum menschlichen Verzehr freigegeben sind, aber nicht zu diesem Zweck verwendet werden, zum Beispiel Innereien, weil wir diese heutzutage kaum noch essen.

Dies ist EU-weit so geregelt. Je nach Rezeptur werden die tierischen Bestandteile in Form von reinem Fleisch, Fleischmehl oder Tierfett verschiedener Tierarten verwendet.

Darüber hinaus wird immer wieder ein vermeintlich zu hoher Getreideanteil diskutiert, was für Hunde und Katzen ungesund sei. Unberücksichtigt bleibt hier allerdings, dass Hunde und Katzen, deren Vorfahren sich in der Natur von Beutetieren ernährt haben, zwar überwiegend Fleischfresser sind, jedoch nicht ausschließlich.

Für die optimale Ernährung benötigen sie auch „normale“ Kohlenhydrate als wichtige Energiequelle und Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit regulieren. Daher enthält Fertigfutter für Hunde und Katzen auch immer einen bestimmten Anteil an pflanzlichen Bestandteilen wie Getreide oder Gemüse.

Und man findet noch mehr, aber … nein, Trockenfutter ist nicht für die Nierengesundheit gefährlich, wenn den Tieren ausreichend Wasser zum Trinken zur Verfügung gestellt wird. Denn es ist wohl nachvollziehbar, dass die Flüssigkeit, die dem Futter entzogen wird, dem Tier dennoch zugeführt werden muss.

Und auch die sogenannten Zusatzstoffe erfüllen ihren Sinn und Zweck – sie sind wichtige Nahrungsbestandteile, die zum Teil nicht selbst vom Körper hergestellt werden können und darum in ausreichender Menge im Futter enthalten sein müssen.

Das sind viele Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, aber auch Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Geliermittel oder natürliche Aromastoffe. Futtermittelzusatzstoffe dürfen aber nur verwendet werden, wenn sie für Futter für die jeweilige Tierart gesetzlich zugelassen sind. Für die Zulassung muss unter anderem nachgewiesen werden, dass der Zusatzstoff sich nicht schädlich auf die Gesundheit des Tieres oder auf die Umwelt auswirkt.

Wichtig bei allen Meinungen und Vorurteilen, die im Netz oder anderswo verbreitet werden, ist immer ein kritisches Hinterfragen. Oder glauben Sie wirklich, die Futterhersteller wollen die Gesundheit Ihrer Liebsten gefährden, für die Sie ihr Futter kaufen? Im Leben nicht.