So sollten alle Kaninchen zu jeder Zeit einen soliden Impfschutz gegen Myxomatose und Chinaseuche (Rabbit Haemorrhagic Disease, RHD) besitzen. Die Myxomatose ist eine Viruserkrankung, die deutschlandweit vorkommt. Die Verbreitung erfolgt im Wesentlichen über stechende Insekten (zum Beispiel: Mücken).

Aber auch die direkte Übertragung von Kaninchen zu Kaninchen oder aus der mit Viren belasteten Umgebung (zum Beispiel: Kleidung oder Hände des Besitzers, Stallgegenstände, Grünfutter aus der Natur) ist möglich.

Daher besteht auch ohne den Kontakt zu Mücken ein Infektionsrisiko – beispielsweise in den Wintermonaten oder für im Haus gehaltene Kaninchen. Die Erkrankung führt neben den deutlich sichtbaren Schwellungen am Kopf und im Bereich der Geschlechtsorgane zu einer Inaktivierung des Immunsystems. Dies begünstigt weitere Infektionen und ist für die hohe Todesrate verantwortlich.

Eine Heilung von erkrankten Tieren ist nur in Ausnahmefällen möglich – daher kommt der vorbeugenden Impfung eine sehr große Bedeutung zu. Die Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.), das Expertengremium der Tierärzte, empfiehlt bei bisher nicht geimpften Kaninchen zunächst zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Wiederholungsimpfungen sollten dann mindestens alle sechs Monate durchgeführt werden. 

Chinaseuche

Die für die Chinaseuche verantwortlichen Viren verbreiten sich sehr leicht über die Luft, aber auch andere Formen der Übertragung (zum Beispiel: stechende Insekten, direkter Tierkontakt, kontaminierte Umgebung) sind möglich. Die Erkrankung kommt deutschlandweit vor und zeigt sich regelmäßig in Form von lokalen Seuchenzügen.

Bei nicht geimpften Tieren verläuft die Chinaseuche meist sehr schnell. Manchmal treten Symptome wie Atemnot oder Krämpfe auf, häufig können die Besitzer jedoch nur noch den Tod der Tiere feststellen.

Da eine Heilung nicht möglich ist, sollten Kaninchen durch eine Impfung geschützt werden. Diese sollte laut StIKo Vet. bei bisher nicht geimpften Tieren zunächst durch zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen erfolgen. Im Anschluss sollten einmal jährlich Wiederholungsimpfungen durchgeführt werden.

Kaninchenschnupfen

Neben Myxomatose und Chinaseuche gibt es jedoch weitere Erkrankungen, die die Lebensqualität von Kaninchen stark einschränken können. Auch gegen den hoch ansteckenden Kaninchenschnupfen kann mit einer Impfung vorgegangen werden.

Spezialisten für Kaninchenimpfstoffe entwickeln auch weiterhin neue Lösungsansätze für andere Erkrankungen. So wird es mit der Zeit möglich werden, diese so beliebten Haustiere immer umfassender durch Impfungen zu schützen.