Die Katze ist das beliebteste Heimtier der Deutschen. Besonders Berufstätige und Singles entscheiden sich für die Vierbeiner, denn im Gegensatz zum Hund kann man die Tiere eine Zeit lang allein lassen. Fast die Hälfte der rund 12,9 Millionen Samtpfoten in Deutschland lebt nur oder überwiegend im Haus.

Häufig drehen viele Katzen am Abend noch mal auf und werden gerne aktiv.

Da Katzen ihrem natürlichen Jagdtrieb nachkommen, klettern und kratzen wollen, muss die Wohnung möglichst katzengerecht eingerichtet sein. Ein Kratzbaum oder Katzenmöbel mit Kletterflächen und Versteckmöglichkeiten darf in keinem Katzen-Zuhause fehlen.

Sind Katzen tagsüber oft alleine, können sie sich so gut selbst beschäftigen und spielen. Hier können sie klettern, die Krallen wetzen und einen Liegeplatz finden, von dem aus sie alles gut beobachten können. Außerdem schont ein Kratzbaum die Möbel, an denen die Tiere möglicherweise sonst ihre Krallen pflegen würden.

Je nach Charakter freuen sich einige Katzen aber auch, wenn sie sich nicht nur alleine beschäftigen müssen, sondern ihr Besitzer mit ihnen spielt. Die Auswahl an abwechslungsreichen Fang- und Jagdspielen im Zoofachgeschäft ist riesig. Samtpfoten lieben alles, was sich bewegt und raschelt.

Katzenfreunde sollten das Spielzeug sorgfältig auswählen und bei Bällen, Spielmäusen und Federn darauf achten, dass sie keine versteckten Draht-, Glas- oder Kunststoffteile oder giftige Weichmacher enthalten.

Abendzeit ist Spielzeit

Häufig drehen viele Katzen am Abend noch mal auf und werden gerne aktiv. So können Berufstätige nach der Arbeit ausgiebig mit ihrem Stubentiger spielen und dafür sorgen, dass er seinen Bewegungsdrang voll ausleben kann.

Der frühe Abend ist also genau die richtige Zeit für ein Jagd- und Beutespiel: Dabei jagt die Katze einer Art Angel nach, an der eine Beute-Imitation (ein Stück Stoff, eine Feder oder ein Ball) hängt.

Um der Katze Spielanfang und -ende zu signalisieren, kann man ihr ein Zeichen (ein Wort oder einen Satz) beibringen, das ihr zeigt, wann sie toben kann und wann das Spiel aufhört.

Wichtig dabei: Das Spiel sollte nicht abrupt aufhören, sondern die Katze langsam wieder auf ein ruhigeres Energie-Level gebracht werden.

Spielregeln

Folgende Spielregel sollten Katzenfreunde in jedem Fall einhalten: Das Tier muss die „Beute“ ab und an ergreifen können, damit es nicht frustriert ist. Außerdem sollte die Katzen-Angel – genau wie andere Gegenstände, an denen sich Bänder und Schnüre befinden – nur zum aktiven Spiel mit der Katze genutzt werden und danach wieder im Schrank verschwinden.

So bleibt das Spielzeug nicht nur etwas Besonderes, sondern die Katze läuft auch nicht Gefahr, sich in unbeaufsichtigten Momenten darin zu verheddern. Ebenso verhält es sich mit Spielzeugen, die Tiere zerknabbern und in Teilen verschlucken könnten.

Ob eine Katze gerne spielt und durch die Wohnung jagt, hängt natürlich immer von ihrem Charakter ab. Aktivere Katzen werden das gemeinsame Spiel von ihrem Menschen vielleicht sogar einfordern, gemütlichere und ruhigere Schmusekatzen hingegen interessieren sich möglicherweise überhaupt nicht für ein Spielzeug.