Über acht Millionen Katzen, mehr als fünf Millionen Hunde, weitere Kleintiere und Ziervögel im Millionenbereich – die deutschen Haushalte sind voller Haustiere. Mehr als ein Drittel von ihnen will nicht ohne Vierbeiner oder gefiederte Freunde sein. Mehrere Milliarden Euro jährlich fließen in Futterkosten und Ausrüstung rund ums Haustier. Hinzu kommen Ausgaben für Tierärzte, Tierbetreuung und Tierbestattungen.

Tierbestattungen? Natürlich. Denn mit der wachsenden Anerkennung der Haustiere als Sozialpartner des Menschen, steigt auch das Bedürfnis nach einem würdevollen Abschied. Immerhin sind es fast anderthalb Millionen Hunde und Katzen, die jährlich versterben. Und nur 50 Prozent werden auf Privatgrundstücken beerdigt. Rund 80.000 Tiere werden in Krematorien verbrannt. Circa 10.000 erfahren eine körperliche Beisetzung auf einem Tierfriedhof. Tendenz steigend.

Es ist schlimm, ein geliebtes Haustier zu verlieren. Umso wichtiger ist, im Moment der Trauer jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann. Einen Tierbestatter, der alles mit Verstand und Herzblut regelt, so als wäre es sein eigenes Tier. Einen Menschen, der respektvoll mit dem verstorbenen Vierbeiner und seinem Besitzer umgeht.

Gütezeichen geplant

Der Bundesverband der Tierbestatter e. V. (BVT) steht für genau diese Qualitäten. Der Verband legt größten Wert auf einen besonders würdevollen Umgang mit dem Haustier und nicht nur das: Geplant ist ein Gütezeichen, eine Zertifizierung, für die sich Mitglieder zukünftig qualifizieren können. „Wir verstehen das Gütezeichen als Qualitätszeichen für besonders qualifizierte würdevolle Tierbestattungsunternehmen“, sagt der Erste Vorsitzende des BVT, Martin Struck. Noch dieses Jahr soll das Zertifizierungssystem angestrebt werden.

Würdevoll und fachgerecht

Doch auch aktuell setzt sich der BVT bereits für Qualitätssicherung ein. Die Dienstleistungen der zum Verband gehörenden Tierbestatter zeichnen sich durch Sicherheit und Transparenz aus. Der Tierhalter wird umfassend und individuell über verschiedene Bestattungsformen, organisatorische Abläufe und die inhaltliche Gestaltung des Ablaufs informiert. Die verstorbenen Tiere werden besonders würdevoll und fachgerecht behandelt. Das bezieht sich vor allem auch auf die Aufbewahrung und Überführung. Diese werden zeitlich so kurz wie möglich gehalten, was nur möglich ist, wenn der Tierbestatter aus der Region des Tierhalters stammt. „Verstorbene Tiere werden gekennzeichnet, damit eine nachhaltbare Dokumentation des Verbleibs möglich ist“, erklärt Struck. Der Tierhalter soll einfach wissen, dass er bei einem BVT-Familienbestatter in jeder Situation in besten Händen ist.