Was die Liebe zu seinen Hunden ausmacht und warum diese oft die besseren Menschen sind, erzählt er im Interview.

Wie sieht Ihr Alltag mit Ihren Hunden aus?

Wir starten immer ziemlich früh in den Tag, frühstücken – auch die Hunde – und dann bringe ich meinen Sohn zur Schule. Danach fahre ich zum Fleischmarkt, kaufe für unseren Laden ein und lege alles in die Auslage. Jetzt ist endlich Zeit für die erste ausgiebige Gassirunde des Tages – bevor dann der Alltag im Laden startet. Meistens werden die Hunde von einer Bekannten abgeholt und verbringen dann den Tag mit anderen Hunden im Rudel.

Wenn das der Fall ist, gehen sie ans Rheinufer, machen Suchspiele oder toben sich einfach nur richtig aus. Nach dem Mittag kommen sie nach Hause und ruhen sich zusammen mit meinem Sohn auf der Couch aus. Zwischen 17 und 18 Uhr stoßen meine Frau und ich dann auch zur Familie, gehen noch zusammen mit den Hunden raus und machen uns dann alle einen gemütlichen Abend – und unsere Hunde sind natürlich immer mittendrin statt nur dabei (lacht).

„Seit ich denken kann, wollte ich schon einen Hund haben.“

Bitte stellen Sie uns Ihre Hunde vor.

Das ist einmal Pontus, sie ist fünf Jahre alt und eine Französische Bulldogge. Und Phoebe, sie ist neun Jahre alt und ein Labrador-Mix.

Was hat Sie damals bewogen, sich Hunde anzuschaffen?

Seit ich denken kann, wollte ich immer schon einen Hund haben. Mein damals bester Freund hatte einen Cocker Spaniel und ich bin ständig zu ihm nach Hause gegangen, um mit seinem Hund zu spielen. Der Hund entwickelte sich für mich, im Laufe der Zeit, zu einem richtigen Freund.

Warum hatten Sie keinen eigenen Hund?

Ich habe damals sehr viel Leistungssport gemacht und meine Eltern haben richtigerweise festgestellt, dass ich sehr selten zu Hause war und demnach auch keine Zeit für einen vierbeinigen Freund gehabt hätte – zumindest nicht die Zeit, die ein Tier verdient.

Wie kam es dann zu der Entscheidung für Phoebe?

Als mein Sohn vor neun Jahren sagte, dass er gern einen Hund hätte, war es für mich keine besonders große Überwindung, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Jetzt hatte ich nämlich endlich auch die Zeit, einem Hund ein artgerechtes Leben mit viel Bewegung und viel Zeit zu ermöglichen. So kam es, dass mein Sohn mir durch seinen Wunsch meinen Herzenswunsch erfüllte. Wir haben dann hin und her überlegt, welche Rasse zu uns passt, sind von Züchter zu Züchter gefahren und haben uns dann ziemlich schnell für Phoebe entschieden. Dann bekamen wir aber Probleme mit unserem Vermieter.

Inwiefern?

Eigentlich war schon alles mit ihm abgesprochen und anfangs gar kein Problem. Plötzlich änderte der jedoch seine Meinung und wollte nicht mehr, dass ein Hund in seinem Haus wohnt. Daraufhin haben wir die Wohnung gekündigt und sind umgezogen. Und das war die beste Entscheidung überhaupt, denn das Verhältnis zwischen Phoebe und meinem Sohn ist unzertrennlich, schließlich sind die beiden zusammen groß geworden. Sie sind einfach sehr gute Kumpels und verstehen sich auch ohne Worte – da reicht ein Blick oder eine Geste und der eine weiß, was der andere denkt.

Ehrlicherweise muss ich aber auch hinzufügen, dass meine Frau und ich den Großteil der Zeit und Pflege übernehmen, was aber völlig in Ordnung ist – und in erster Linie wollte ich schließlich auch den Hund, der dann noch einen vierbeinigen Kumpel bekam.

Wie kam es dazu?

Das kam durch meine jetzige Frau. Als ich sie damals kennenlernte, hatte sie wahnsinnige Angst vor Hunden – was familiär bedingt war, da ihre Eltern auch Angst hatten und diese schon in der Kindheit auf sie übertragen haben. Dann lernte sie aber Phoebe kennen und war schnell geheilt, weil sie merkte, wie wundervoll Hunde sein können. Ziemlich schnell wuchs in ihr dann der Wunsch nach einem eigenen Hund und so kam Pontus in unser Leben. Und seitdem Pontus in unser Leben getreten ist, ist sie auch der Chef (lacht).