Doch Kotbeutel ist nicht gleich Kotbeutel – manche sind sogar wahre Umweltsünder.

Rund 200.000 Hundekotbeutel werden pro Jahr von Städten und Gemeinden ausgegeben. Das entspricht rund vier Prozent aller Plastiktüten in Deutschland. Plastiktüten werden aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt, ihr wichtigster Rohstoff ist Erdöl. Es kann bis zu 500 Jahre dauern, bis der Kunststoff sich abgebaut hat. Umso fataler ist, dass viele Hundehalter ihre gefüllten Beutel einfach in der Natur entsorgen – ohne an die Folgen zu denken.

Vermeintlich umweltbewusst

Immer mehr Hundehalter steigen daher auf Bio-Kotbeutel um. Doch leider versprechen diese häufig mehr, als sie halten. Ein Kotbeutel aus oxobiologischem Kunststoff beispielsweise zersetzt sich nicht vollständig.

Ebenfalls Kotbeutel aus Biokunststoffen sind alles andere als ökologisch, auch wenn für die Produktion weniger Erdöl und CO2 verwendet wird als für herkömmliches Plastik, doch leider zersetzen sich die Beutel nicht.

Einzig Kotbeutel, die auf Basis von Maisstärke produziert und hergestellt werden, zersetzen sich bei normalen Umweltbedingungen. Dafür steht das Keimling-Zeichen, also ein Kompostierbarkeitsabzeichen, das vom Branchenverband European Bioplastics entwickelt wurde und für 100 Prozent  biologisch abbaubare und kompostierbare Produkte steht. Das Zertifikat „OK compost Home“ und die Europäische Norm 13432 bestätigen dies.