Antwort:  Die hochwertigen Zutaten bestehend aus Muskelfleisch und Innereien in Lebensmittelqualität, mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie Ballaststoffen in Form von frischem Gemüse und Obst.

Wie weithin bekannt, stammt der Hund vom Wolf ab. Rund 16.000 Jahre später sind zwar aufgrund unzähliger Züchtungen viele verschiedene Rassen mit unterschiedlichen äußeren Charakteristika entstanden, doch die Organe – insbesondere im Verdauungstrakt – haben sich bis heute so gut wie nicht verändert.

Die Verdauungsmechanismen des Hundes und vor allem seine Nährstoffbedürfnisse entsprechen noch weitestgehend denen des Wolfes.

Dieser ernährte sich vorzugsweise von kleineren und größeren Beutetieren und ließ auch deren Haut, Knochen und Organe sowie den – oftmals pflanzlichen – Mageninhalt nicht außer Acht. Zudem fand er Gefallen an Wurzeln, herabgefallenem Obst, Beeren sowie verschiedenen Kräutern und Pflanzen.

Und obwohl Hunde daher biologisch als sogenannte carni-omnivore gelten, also als Fleisch- und Allesfresser, vertragen sie doch so manches nicht, was der Mensch ihnen vorsetzt.

Was ist gesund?

Die Nährstoffbedürfnisse des Hundes weichen zum Teil erheblich von denen des Menschen ab. Im Vergleich zu einem gleichgewichtigen Mensch, benötigt der Vierbeiner zum Beispiel  pro Tag ungefähr die dreifache Menge an Kalzium und die sechsfache Menge an Zink. Idealerweise sollte Hundefutter also den Nährstoffbedürfnissen des Tieres gerecht werden und zudem aus qualitativ hochwertigen Zutaten bestehen.

Während als Eiweißquelle vor allem gut verdauliches Muskelfleisch in Lebensmittelqualität dienen sollte, dürfen Innereien nur in kleineren Mengen enthalten sein. Hochwertige Fette, die zum einen aus dem Fleisch selbst und zum anderen aus Pflanzenölen stammen, sind ebenso Bestandteile eines gesunden Futters wie auch mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Fischöle.

Getreide, das frisches Fleisch in industriell hergestelltem Futter aus Kostengründen ersetzt, benötigt ein Hund dagegen höchstens in geringen Mengen.

Sein Verdauungstrakt ist auf die Verwertung nicht ausgerichtet. Im Gegenteil: einige Hunde reagieren auf die im Getreide enthaltenen Stoffe sogar allergisch.

Und obwohl Hunde Trockenfutter vertragen, entspricht Feuchtfutter doch am ehesten ihrer vom Wolf vorgelebten Ernährung. Während in der trockenen Nahrung nur circa zehn Prozent Feuchtigkeit enthalten sind, besitzt das ursprüngliche Beutetier des Wolfes einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 Prozent.

Gleicht der Hund diese Differenz nicht permanent durch Wassertrinken aus – was oftmals der Fall ist – läuft er Gefahr zu dehydrieren und langfristige Nierenschäden davon zu tragen.

Was ist ungesund?

Minderwertige Schlachtabfälle, Proteinersatzstoffe, Tiermehle – die ebenso wie Getreide als Fleischersatz dienen – und ein zu hoher Anteil an Rohfasern als Füllstoff gehören nicht in ein gesundes Hundefutter. Auch auf synthetische Farbstoffe, Geschmacks- bzw. Aromastoffe sowie Gelier- und sonstige Konservierungsmittel sollte dem Vierbeiner zuliebe verzichtet werden.

Denn der Verzehr chemischer Zusatzstoffe hat oft Erkrankungen wie Diabetes, Haut- und Fellprobleme oder Übergewicht zur Folge. Zudem können künstliche Nährstoffpräparate oder Vitaminzusätze die gesunde Wirkung natürlicher Vitamine und Mineralstoffe sowie der darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe nicht ersetzen.

Daher gilt: Frisches Obst und Gemüse sollte täglich auf dem Speiseplan stehen.

Herstellerangaben beachten

Beim Kauf von Fertigfutter sollten Äußerungen zu Marketingzwecken von tatsächlichen Inhaltsangaben sorgsam unterschieden werden. Enthält eine Nahrung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder enthält sie ausschließlich „Muskelfleisch in Lebensmittelqualität“?

Sind Algen-, Muschelkalk- oder Eierschalenmehl als natürliche Kalziumquelle verzeichnet? Wird auf „synthetische Zusatzstoffe, Farb-, Geschmacks- oder Konservierungsstoffe“ sowie auf „Schlachtabfälle“ erklärtermaßen verzichtet?

All dies sind freiwillige, jedoch durchaus überprüfbare Angaben der Hersteller, auf die der Käufer achten sollte. Denn lesen und damit die Produktauswahl selbst treffen, können Hunde bedauerlicherweise nicht.