Stehen Sie auch manchmal völlig ratlos vor den Regalen im Futtermittelhandel mit einer kaum überschaubaren Vielfalt an Produkten für Hunde und Katzen? Fällt Ihnen die Wahl schwer, für welches dieser Futtermittel sie sich entscheiden sollen?  Soll es ein Feucht- oder ein Trockenfutter sein? Was bedeuten die Angaben auf der Verpackung und überhaupt – was macht eigentlich ein gutes Hunde- oder Katzenfutter aus? Die Wahl des besten Produktes für ihr Tier ist gar nicht so schwer, wenn man einige Dinge berücksichtigt.

Haben Sie einen großen Hund, macht es sicher keinen Sinn, sich für kleine Aluschalen zu entscheiden, es sei denn, Sie sind bereit, jeden Tag kartonweise Futter nach Hause zu tragen und dieses auch zu bezahlen. Auf der anderen Seite wäre ein Zwergdackel mit einem 15 kg Sack Trockenfutter sicher überfordert und das Futter könnte schlecht werden. Doch für welches Trocken- bzw. Feuchtfutter sollen Sie sich entscheiden? Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und lesen Sie aufmerksam die deklarierten Angaben auf der Packung durch. Wichtig ist zunächst, dass das Produkt als Alleinfutter ausgewiesen ist.

Diese Bezeichnung sichert Ihnen zu, dass der Nährstoffbedarf Ihres Lieblings bei alleinigem Angebot dieses Futters gedeckt und somit eine Rundum-Versorgung gegeben ist. Seriöse Produkte geben zudem neben der Tierart (Hund/Katze) auch die Altersgruppe an, für die das Futter konzipiert wurde (Welpe, Junior, Adult=Ausgewachsen, Senior). Bei einem guten Futter sind unter dem Begriff „Zusammensetzung“ die einzelnen Komponenten angegeben. Günstig ist es, wenn dabei die jeweils verwendeten Tierarten (z.B. Rind, Lamm, Pute) explizit angegeben sind – schließlich verträgt nicht jeder Hund jedes Futter.

Nach futtermittelrechtlichen Vorgaben darf der Hersteller auch sogenannte Gruppenbezeichnungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ verwenden. Der Nachteil ist allerdings, dass man spätestens bei einem auf bestimmte Komponenten sensibel reagierenden Hund nicht mehr erkenn kann, ob dieses Produkt geeignet ist. Der Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ an sich ist aber grundsätzlich nicht als schlecht anzusehen. Oftmals wird hier leichtfertig von „Abfallprodukten“ gesprochen, obwohl dieses keinesfalls zutrifft. Vielmehr handelt es sich um Teilstücke von Tieren, die nach Untersuchung für den menschlichen Verzehr freigegeben wurden.

Da diese aber im Humanbereich aufgrund von Trendentwicklungen keinen ausreichenden Absatzmarkt haben, werden sie in der Fütterung von Hunden und Katzen eingesetzt. So muss beispielsweise in Deutschland industriell hergestellte Ochsenschwanzsuppe keinen Ochsenschwanz mehr enthalten. Das Fleisch vom Ochsenschwanz könnte vom Menschen aber durchaus verzehrt werden - was sollte folglich dagegen sprechen, dem Hund damit eine Freude zu machen?

Ein gutes Hundefutter enthält demnach einen hohen Fleischanteil, bestehend aus Muskelfleisch sowie Innereien wie Leber, Lunge und Herz. Natürlich ist der Hund im Gegensatz zur Katze auch durchaus in der Lage, pflanzliche Komponenten wie Getreide (Gerste, Mais, Hirse usw.) zu verwerten. Die Verdaulichkeit dieser Komponenten ist jedoch allgemein schlechter als tierische Produkte – sie merken das, weil der Hund folglich größere Kotmengen absetzt. Das mag bei einem Chihuahua nicht ins Gewicht fallen, bei einer Dogge könnte Sie das beim Gassigehen vor ungeahnte Probleme stellen. Feuchtfutter enthalten in der Regel höhere Mengen an Fleisch – was auch den höheren Preis dieser Produkte gegenüber den Trockenfuttern erklärt. Da Fleisch aber längst nicht alle Nährstoffe enthält, die der Hund braucht, sind den Produkten Vitamine und Mineralstoffe zuzufügen.

Diese müssen dann entsprechend der futtermittelrechtlichen Vorgaben auch aufgeführt werden. Bei fehlender Angabe ist davon auszugehen, dass auch keine Ergänzung erfolgte. Somit ist es fraglich, ob es sich tatsächlich um ein ALLEINfutter handelt. Neben dieser Bezeichnung gibt es zwei weitere Aspekte, die ein gutes Futter auszeichnen und die keinesfalls unterschätzt werden sollten. Neben all den Angaben der Deklaration ist es wichtig, dass ihr Hund bzw. Ihre Katze das Futter auch mag und letztendlich auch verträgt. Sollte Ihnen die Wahl des besten Futters für Ihren Liebling immer noch schwer fallen, so fragen Sie Ihren Tierarzt oder einen als Spezialisten ausgewiesenen Ernährungsberater – damit sind Sie, vor allem aber Ihr Hund bzw. Ihre Katze auf der sicheren Seite.