Um herauszufinden, wie es um das Wohlbefinden des Vierpfötlers steht, muss der Mensch nicht sonderlich viel Aufwand betreiben. Die Augen offen zu halten und bei Veränderung von Verhaltens- und Fressgewohnheiten etwas genauer hinzusehen, ist die beste Strategie. Manchmal werden unterschiedliche und kleinere Begebenheiten nicht in Verbindung gebracht, obwohl sie im Einzelnen durchaus im Gedächtnis blieben.

Zieht die Katze sich zum Beispiel zurück, befinden sich zudem unregelmäßig Urinpfützen im Wohnraum und der Vierpfötler besitzt zeitweise einen sehr ausgeprägten Hunger, kann dies im Zusammenspiel auf eine ernstere Erkrankung hinweisen: Epilepsie.

Unter Epilepsie leiden geschätzt zwei Prozent aller Katzen. Die Formen wie auch die Ursachen sind dabei sehr unterschiedlich. Es gibt Samtpfoten, die nur ein- bis zweimal im Jahr einen wirklichen Krampfanfall erleiden, andere hingegen ereilt dies monatlich oder gar öfter. Die Erkrankung kann bei jungen wie auch bei älteren Katzen mehr oder weniger unvermittelt auftreten.

Doch auch wenn der Verdacht und die Diagnose im ersten Moment alle Beteiligten schocken ist das kein Grund, völlig zu verzweifeln. Katzen mit Epilepsie können, dank Medikamenten, ein langes und sehr glückliches Katzenleben führen. Manche Katzen werden im weiteren Verlauf sogar komplett anfallsfrei. Katzen mit Epilepsie sind allerdings meistens sehr schreckhaft, sie fressen zudem nach einem Anfall zur Energierückgewinnung gut und gerne eine erneute Tagesration – die sie auch dringend benötigen.

Für den Katzenbesitzer ändert sich jedoch, je nach Dosierung der Antiepileptika, der Tagesablauf. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr wichtig ist, die Uhrzeiten der Tablettengabe einzuhalten. Meist wird das Medikament im Zwölf-Stunden-Rhythmus verabreicht. Die Folge: Besitzer von Epilepsiekatzen müssen zu bestimmten Uhrzeiten ohne Wenn und Aber zu Hause sein.

Epilepsie ist übrigens nicht diagnostizierbar, lediglich über den Ausschluss anderer Ursachen kann diese Krankheit überhaupt erkannt werden. Achten Sie also bereits im Vorfeld auf eventuelle Symptome dieser und anderer Krankheiten. Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihre Katzen beobachten, Veränderungen hinterfragen und bei Auffälligkeiten umgehend handeln.

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