Warum engagieren Sie sich für „Kindergesundheit“?

Seit über 12 Jahren arbeite ich als Kinderbotschafterin mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammen. Durch viele Reisen wird einem bewusst, dass es zahlreiche schwerkranke Kinder in verschiedenen Ländern gibt, die dringend Hilfe brauchen. Aber auch in Deutschland ist die Notwendigkeit kranke Kinder zu unterstützen größer denn je.

Zum Beispiel haben wir zur Förderung von Kindergesundheit auf die Problematik der Malariaerkrankung von Kindern unter dem Motto "Moskitonetze retten Leben" aufmerksam gemacht und die Verwendung von Moskitonetzen in Malariagebieten unterstützt.

Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?

Die Kinder benötigen besondere Hilfe mit schweren seltenen Erkrankungen. Vier Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen leben in Deutschland, die meisten von ihnen sind Kinder. Eine Erkrankung wird als solche eingestuft, wenn sie bei weniger als einem von 2.000 Menschen vorkommt. Für diese Familien ändert sich mit der Diagnose das ganze Leben, es dreht sich alles nur noch um die Krankheit des Kindes.

Wie kam es zu Ihrem Einsatz?

Die Charité hat mich im letzten Jahr auf die Kinder mit schweren seltenen Erkrankungen aufmerksam gemacht. Für diese Kinder bietet die Charité eine erstklassige Betreuung an einem Ort, so dass die Eltern mit ihren Kindern nicht von einem Arzt zum anderen gehen müssen. Dort gibt es viele kompetente Menschen, die sich wirklich aktiv und rührend um die Kinder kümmern.

Aber auch für die Eltern der Kinder sind diese bedrückenden Momente, die sie immer wieder aus einem normalen Familienleben reißen, sehr schwierig. Daher benötigen die Kinder und deren Eltern einen Ort, an dem ihnen eine bestmögliche medizinische, aber auch persönliche Betreuung geboten wird. Die Charité leistet hier eine großartige medizinische und forschungsrelevante Arbeit für die Kinder.

Kinderkliniken engagieren sich für Kindergesundheit. Wie kann man sich Ihr Engagement genau vorstellen?

Im letzten Jahr durfte ich für die Charité Kinderkliniken in Kooperation mit der Königlichen Porzellan Manufaktur eine Vase gestalten. Diese wurde dann zur Unterstützung der Charité Kinderkliniken versteigert. Und zusätzlich wurden kleinere Exemplare der Vasen in limitierter Auflage in den KPM Stores verkauft, deren Erlös ebenfalls an die Charité Kinderkliniken ging. Das ist ein Beispiel dafür, wie ich versuche, durch Kreativität Spenden zu sammeln.

Welchen Wunsch haben Sie diesbezüglich?

Die Behandlung der Kinder zieht oft einen sehr langen Krankenhausaufenthalt mit sich. Deshalb spielt eine angenehme und familiäre Umgebung für die Familien eine große Rolle. Sie benötigen bunte Spielecken für die Kinder, Übernachtungsmöglichkeiten für die Eltern und freundliche Aufenthaltsräume als Rückzugsort, damit eine Familie so vertraut wie möglich zusammen sein kann. Hierfür kann es nie genug Hilfe und finanzielle Unterstützung geben.