Plötzliches Fieber oder Kopfschmerzen sind unspezifische Symptome, die zu vielen Erkrankungen passen. Die Masern beispielsweise äußern sich zunächst mit Husten, Schnupfen und Fieber ähnlich wie eine Erkältung. Zusätzlich beobachten die Eltern dann aber auch eine Bindehautentzündung sowie kleine, weißliche Flecken im Mund.

Erst nach drei bis vier Tagen erscheinen dann die typischen, rund 5 mm großen Flecken von dunkelroter Farbe, die sich im Gesicht sowie am ganzen Körper ausbreiten. Mit einem kleineren Hautausschlag einher geht meist das Röteln. Er breitet sich vom Gesicht aus nach unten auf den Oberkörper, die Arme und die Beine aus. Ein eindeutiges Anzeichen sind die geschwollenen Lymphknoten. Hinzu kommen wiederum Erkältungssymptome ähnlich wie bei den Masern.

Die Bläschen der Windpocken lassen keine Stelle am Körper aus – selbst vor der Kopfhaut machen sie nicht Halt. Nach wenigen Tagen verschorfen sie und jucken extrem. Begleitet werden die Ausschläge von meist eher leichtem Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Bei Scharlach tritt zwar ein leichter Hautausschlag auf, allerdings zunächst nur an bestimmten Stellen wie den Achselhöhlen, dem Hals, in den Leistenbeugen oder an den Oberschenkeln. Später verbreitet er sich am ganzen Körper, lässt aber charakteristischerweise den Mundbereich aus.

Typisch für Scharlach ist außerdem die in den ersten Tagen weiß belegte Zunge, die sich nach etwa drei Tagen himbeerrot verfärbt. Hohes Fieber im Anfangsstudium, Hals- und Kopfschmerzen, Schüttelfrost, allgemeine Schwäche, Magenbeschwerden und Erbrechen sind Begleiterscheinungen der Kinderkrankheit.

Mumps erkennen Eltern an einer „dicken Backe“. Dabei schwellen die Speicheldrüsen im Kiefer an. Die Kinder haben Schmerzen, wenn sie kauen oder ihren Kopf bewegen. Neben Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen sind auch Hodenschmerzen bei Jungen und Unterleibsschmerzen bei Mädchen üblich. Keuchhusten hingegen beginnt zunächst eher harmlos mit typischen Erkältungssymptomen, ehe sich der charakteristische Stakkato-Husten mit heftigen Hustenanfällen entwickelt. Insbesondere nachts haben die Eltern oft das Gefühl, als würde ihr Kind beinahe ersticken. Teilweise erbrechen die Kleinen sogar.

Wenn die Eltern vermuten, dass ihr Kind an einer Kinderkrankheit erkrankt ist, sollten sie sicherheitshalber stets den Kinderarzt aufsuchen. Es ist allerdings ratsam, den Verdacht bereits am Telefon anzukündigen, damit andere Patienten vor einer möglichen Ansteckung geschützt werden können.

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