Ihre Eltern haben bei ihrer Geburt vor knapp 18 Jahren das Nabelschnurblut bei einer privaten Stammzellbank einlagern lassen. Damit war Paula die Erste in Europa, für die das Nabelschnurblut autolog – also für sie selbst – konserviert wurde.

Eigentlich war es die Oma von Paula, die ihrer Tochter Angela Thiel den Hinweis gab, dass damals ein noch ganz junges Unternehmen in Leipzig die Möglichkeit der Stammzellaufbewahrung anbot. „Ich war gleich begeistert von dieser Idee, und meine Mutter hat dann die nötigen Informationen eingeholt. Es beruhigt mich heute immer noch, dass wir auf die jungen und unbelasteten Stammzellen unserer beiden Kinder im Bedarfsfall zugreifen können.“

Auch Oma Thiel bedeutet das Stammzelldepot sehr viel, nachdem sie selbst an einer lebensgefährlichen Krankheit des Knochenmarks erkrankte. Damals rettete eine Fremdspenderin ihr Leben. Im März 2013 wurde Dagmar Thiel zum fünften Mal Oma. Selbstverständlich hat sie für all ihre Enkel ein Stammzelldepot finanziert.

Informieren Sie sich rechtzeitig vor der Geburt. Und darauf sollten Sie achten:

  1. Informieren Sie sich umfangreich und rechtzeitig vor der Geburt, zum Beispiel bei Elternabenden oder unter www.nabelschnurblut.de.
  2. Bei Nabelschnurblut-Einlagerung immer auf Vollblut-Einlagerung achten, damit alle wertvollen Zellbestandteile und Stammzellen oder heute noch nicht entdeckte Bestandteile des Nabelschnurbluts für künftige Therapiemöglichkeiten erhalten bleiben.
  3. Anwendungspraxis: Wie erfahren ist der Anbieter mit der Abgabe von Stammzellen aus der Nabelschnur? Denn was nützt eine Einlagerung ohne die Gewissheit, dass Ihr Kind das Stammzelldepot später auch nutzen kann.
  4. Innovation: Nabelschnur einlagern. Im Nabelschnurgewebe befindet sich der Typ der mesenchymalen Stammzellen (MSC) in besonders großer Menge. Die Nabelschnur birgt damit einen Schatz an jungen, vitalen Stammzellen, die zum Beispiel neues Bindegewebe, Knorpel sowie Knochen entstehen lassen können.
  5. Insolvenzversicherung, damit das Nabelschnurblut sicher weiter lagert. Die fachgerechte Weiterlagerung des Nabelschnurbluts Ihres Kindes muss in jedem Fall garantiert sein, selbst wenn unvorhersehbare Umstände eintreten sollten.

Exkurs: Was sind Stammzellen aus der Nabelschnur?

Immer mehr Eltern lagern Stammzellen aus der Nabelschnur für ihr Baby ein. Doch welche Vorteile bietet so ein Stammzelldepot?

Die natürlichen Aufgaben der Stammzellen bestehen im Aufbau des Körpers, aber auch in der Regeneration und der Reparatur – beispielsweise bei Verletzungen. Am leistungsfähigsten sind immer die jungen Stammzellen, deshalb heilen Knochenbrüche oder Wunden bei Kindern viel schneller als bei älteren Menschen.

Die Nabelschnur enthält Stammzellen, die sehr jung sind und noch keine altersbedingten Schädigungen aufweisen. Nabelschnur-Stammzellen können sich in einer Reihe verschiedener Zelltypen (zum Beispiel Blut- oder Muskelzellen) entwickeln. Durch den Schutz im Mutterleib ist die Nabelschnur des Kindes zudem nahezu frei von Viren.

Die einmalige Chance zur Geburt

Im letzten Schwangerschaftsdrittel begeben sich die Stammzellen auf Wanderschaft, deshalb befinden sich Millionen dieser Stammzellen in der Nabelschnur. Bei der Geburt sind sie einfach und schmerzfrei zu gewinnen.