„Das Präventionsgesetz verbessert die Grundlagen dafür, dass Prävention und Gesundheitsförderung in jedem Lebensalter und in allen Lebensbereichen als gemeinsame Aufgabe der Sozialversicherungsträger und der Akteure in Ländern und Kommunen gestaltet werden. Darüber hinaus sollen betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz enger verknüpft, die Früherkennungsuntersuchungen fortentwickelt und das Impfwesen gefördert werden.“

In einer Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Kinder und Gesundheit“ vom 14. Januar 2015 heißt es: „Nach Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention haben alle Kinder ,ein Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit‘“.

Die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist gut untersucht. So konnte eine aktuelle Langzeitstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) in den letzten Jahren rund 16.000 Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen befragen.

Der Mehrheit geht es gut. Und doch gibt es noch viele Defizite, denn die Studie ergab unter anderem auch, dass beispielsweise Kinder aus sozial benachteiligten Familien eher zu Krankheiten neigen oder übergewichtig sind, und Allergien zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Nach Befragungen der Eltern haben 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein chronisches Gesundheitsproblem.

Dank veränderter Impfempfehlungen sind akute Erkrankungen beispielsweise an Windpocken und Keuchhusten in den Zielgruppen gesunken. „Die Ergebnisse von KiGGS Welle 1 zeigen, dass Infektionskrankheiten in Deutschland durch die Umsetzung der Impfempfehlungen der STIKO wirksam eingedämmt werden können.“ Die Erkrankungsrate für Masern liegt dagegen weiterhin auf zu hohem Niveau.

Nach wie vor zählen zu den größten Risikofaktoren für langfristige Erkrankungen schon im Kindesalter Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas). Beides sind gesamtgesellschaftliche Probleme und können zu schweren Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie mannigfaltigen psychischen Beeinträchtigungen führen.

Vor diesem Hintergrund hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages einen besonderen Themenschwerpunkt auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen gelegt. Die Gesundheitspolitik, so die Forderung der Kinderkommission, sollte verstärkt die Gesundheitsförderung und Prävention fokussieren.

Aus der Sicht der Medizin könnten viele kindliche Erkrankungen vermieden werden, wenn mit dem richtigen Wissen Kinder von Anfang an, schon vor ihrer Geburt, gesund ernährt und in eine Umgebung hineingeboren werden, die ihnen bestmögliche Entwicklungschancen bietet.

Die Stiftung Kindergesundheit bietet die Möglichkeit, sich aktiv für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Sie informiert die Öffentlichkeit zu wichtigen Gesundheitsfragen und entwickelt in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten effiziente, nachhaltige Präventionsprogramme für häufige Erkrankungen. Nur gesunde Kinder und Jugendliche können ihre Talente voll entfalten und ihre Zukunft optimal gestalten!