Die im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen sind Multitalente, die lebensrettend sein können. Aber was macht das Blut aus Nabelschnur und Nabelschnurgewebe eigentlich so wertvoll? Das Blut in der Nabelschnur enthält sehr viele Stammzellen. Daraus entstehen in weiterer Folge Blut- und Immunzellen.

Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut sind aber noch nicht auf einen bestimmten Typ festgelegt. Daher ist es möglich, sie zu unterschiedlichen Gewebe- und Zelltypen im Körper weiterzuentwickeln. Dadurch ergeben sich ganz neue Behandlungsmöglichkeiten bei über 80 unterschiedlichen Krankheiten.

Das Nabelschnurblut ist also viel zu wertvoll, um nach der Geburt einfach entsorgt zu werden. Hinzu kommt, dass Stammzellen nur bei der Geburt völlig risiko- und schmerzfrei gewonnen werden können.

Die Zukunft gehört der Stammzelltherapie – Nabelschnurblut wird dabei eine wichtige Quelle sein. Wer seinem Kind die Teilhabe an den Fortschritten in der Regenerativen Medizin ermöglichen möchte, sollte sich für eine private Einlagerung entscheiden.

Erfolgreiche Anwendungen

Stammzellen aus unterschiedlichen Quellen werden seit vielen Jahren im Rahmen von Studien für Behandlungen eingesetzt, insbesondere auf dem innovativen und zukunftsträchtigen Gebiet der Regenerativen Medizin.

Die Regenerative Medizin befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, beispielsweise mithilfe gezüchteter Gewebe, als auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse.

Hierbei dürften vornehmlich die eigenen Stammzellen verwendet werden, da diese – anders als fremde Stammzellen – optimal vertragen werden.

Forscher und Mediziner entwickeln weltweit neue Einsatzmöglichkeiten: Anwendungen mit Nabelschnurblutstammzellen gibt es in klinischen Studien bei Hirnschäden, Autoimmunerkrankungen, Rückenmarksverletzungen sowie Herz- und Gefäßerkrankungen. An der Duke University in Durham, North Carolina, sind bereits 300 Kinder mit Nabelschnurblut-Reinfusionen, meist bei neurologischen Störungen, behandelt worden.

Viele Mediziner gehen davon aus, dass in einigen Jahren Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Erkrankungen des Nervensystems (Parkinson, Alzheimer), Hirnschlag oder Knorpelschäden mit körpereigenen Stammzellen behandelt werden können.

Einlagern für das eigene Kind

Für das eigene Kind kann die Einlagerung des Nabelschnurbluts im Krankheitsfall einmal bedeutende Vorteile haben. Eigene Nabelschnurblutstammzellen werden etwa bei frühkindlichen Hirnschäden, seltenen Krebserkrankungen oder Störungen der Blutbildung erfolgreich eingesetzt. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ergibt sich bei Geschwisterkindern.

Informieren Sie sich also rechtzeitig über die Einlagerung vom Nabelschnurblut Ihres Babys! "Die Zukunft gehört der Stammzelltherapie – Nabelschnurblut wird dabei eine wichtige Quelle sein. Wer seinem Kind die Teilhabe an den Fortschritten in der Regenerativen Medizin ermöglichen möchte, sollte sich für eine private Einlagerung entscheiden", da ist sich Professor Dr. Freund sicher.