Warum ist die Haut von Babys und Kleinkindern so empfindlich?

Die Babyhaut ist noch nicht vollständig entwickelt. Sie verfügt nicht im selben Umfang über die Funktionen und Schutzmechanismen wie die Haut von Erwachsenen. Deswegen ist sie allen äußerlichen Einflüssen stärker ausgesetzt und bedarf besonderer Pflege und Schutz.

Was sind die Hauptunterschiede im Vergleich zu Erwachsenen?

Babyhaut ist beispielsweise bis zu fünfmal dünner und deshalb wesentlich reizempfindlicher. Bis sich das Fettgewebe unter der Haut nach einigen Monaten komplett ausgebildet hat, reagieren Kleinkinder außerdem sehr empfindlich auf Kälte. Auch die Talg- und Schweißdrüsen sind zu Beginn noch nicht ausgereift, sodass die Haut von Babys schneller austrocknet. Gleichzeitig kann die Haut aus diesem Grund auch die Körpertemperatur durch Schwitzen noch nicht angemessen regulieren.

Worauf sollten Eltern bei Babys Haut also unbedingt achten?

Weil der schützende Schweiß- und Talgfilm fehlt und somit die Barrierefunktion der Haut noch nicht voll ausgeprägt ist, können Erreger und unerwünschte Substanzen, insbesondere fettlösliche Moleküle, leichter in den Körper eindringen. Sorgfalt bei der Körperhygiene und eine Umgebung ohne Schadstoffbelastung sind deshalb sehr wichtig.

Welche Umwelteinflüsse sind für Kinderhaut noch bedenklich?

Kleinkinder haben durch die geringe Melaninproduktion praktisch keinen körpereigenen Schutz vor UV-Strahlen. Erst im Alter von circa 14 Jahren ist der natürliche UV-Schutz der Haut vollständig ausgebildet. Ohne geeignete Maßnahmen wie spezielle UV-Schutzkleidung und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor sind Hautschäden vorprogrammiert.

Was ist bei der Auswahl der Kinderbekleidung zu beachten?

Kleidung, Bettwäsche und Bettwaren sowie andere Textilprodukte, mit denen Babys in Kontakt kommen, sollten weich und anschmiegsam sein, damit die Haut nicht etwa durch raue Stoffoberflächen oder Nähte mechanisch gereizt wird. Reibung kann die Anfälligkeit von Säuglingshaut für Reizungen erhöhen. Sehr wichtig ist auch, dass alle Textilien keine Schadstoffe enthalten – diese könnten durch den Hautkontakt, aber auch beim Nuckeln oder Einatmen in den Körper gelangen und zu Beeinträchtigungen führen. Schadstoffgeprüfte Textilien bieten also ein Plus an Sicherheit, ohne dass man auf andere gewünschte Produkteigenschaften wie bunte Farben oder Drucke verzichten muss.

Welche Rolle spielt die Art des Textilmaterials?

Ob Textilien aus Naturfasern wie Baumwolle, aus Kunstfasern wie Polyester und Polyamid oder aus Mischgeweben bevorzugt werden, ist reine Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass die Kleinen sich damit wohlfühlen. Entscheidend sollte beim Kauf von Textilprodukten sein, dass sie die körperlichen Funktionen der Kleinkinder optimal unterstützen. Sie müssen einerseits eine ausreichende Wärmeisolation aufweisen, um ein Auskühlen zu verhindern. Andererseits sollten sie leicht und atmungsaktiv sein, damit ein Hitzestau vermieden wird.