Ein gesundes Kind ist der Wunsch aller werdenden Eltern. Ob er sich erfüllt, hängt nicht zuletzt von der eigenen Gesundheit ab. Wie zahlreiche Untersuchungen zeigen, wird der Verlauf einer Schwangerschaft schon deutlich vor deren Eintritt durch viele Faktoren und ganz maßgeblich durch die Verhaltens- und Ernährungsweise der Eltern selbst bestimmt.

Zu den größten Risikofaktoren für Eintritt, Verlauf und Ausgang einer Schwangerschaft gehören Alkohol, Drogen und Nikotin. Zum einen verschlechtert der Genuss dieser Stoffe die Spermienqualität und reduziert damit die Chancen einer Schwangerschaft, zum anderen konnte in vielen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass der Konsum verschiedener Drogen oder auch das Rauchen zu einem erhöhten Risiko einer Frühgeburt oder der Geburt eines untergewichtigen Babys führt.

Für zwei denken, nicht für zwei essen

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung tun gut und fördern die Gesundheit. Das gilt in jeder Lebensphase. Doch vor und in der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, auf sich zu achten. Denn Ernährung und Bewegung wirken sich auf Mutter und Kind aus, nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch lange darüber hinaus. Während der Schwangerschaft versorgt die Mutter ihr ungeborenes Kind über ihren eigenen Stoffwechsel.

Wussten Sie, dass der Energiebedarf schwangerer Frauen nur geringfügig ansteigt und das auch erst etwa ab dem vierten Schwangerschaftsmonat? Wenn Sie zum Beispiel zusätzlich eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse und eine Tomate essen, haben Sie den Mehrbedarf eines Tages schon gedeckt.

Für zwei denken, aber nicht für zwei essen, lautet also das Motto. So ermöglichen Sie es Ihrem Baby, wachsen und gedeihen zu können. Im Alltag können Sie das umsetzen, indem Sie viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in Ihren Speiseplan einbauen.

Körper fit halten

Eine Schwangerschaft stellt für die Frauen eine große körperliche Belastung dar. Frauen, die bereits vor der Geburt ihre Fitness im Blick halten, werden auch während der Schwangerschaft weniger Probleme haben. Sport beeinflusst das Wohlbefinden und hilft insbesondere auch beim Stressabbau. Stress ist nicht nur ein Lustkiller, sondern kann bei Mann und Frau zu Problemen bei der Spermienproduktion beziehungsweise der Empfängnisbereitschaft führen.

Aufs Gewicht achten

Auch das Gewicht kann über den Eintritt einer Schwangerschaft entscheiden. Viele übergewichtige Frauen leiden an endokrinologischen Störungen, die durch eine überhöhte Insulinproduktion verursacht werden. Ein Überschuss an männlichen Hormonen in den Eierstöcken beeinträchtigt die Reifung der Eibläschen, es kommt seltener oder gar nicht zum Eisprung.

Zudem haben übergewichtige Frauen ein höheres Risiko für weitere Erkrankungen, wie beispielsweise Bluthochdruck oder eine Schwangerschaftsdiabetes, und damit einhergehend einer komplizierteren Schwangerschaft.

Aber auch, wenn der Mann deutlich zuviel Pfunde auf den Rippen hat, kann dies zu Sterilität und somit dazu führen, dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Übergewicht vermindert den Testosteronspiegel und beeinträchtigt die Spermienproduktion wie auch deren Beweglichkeit.