Der Weg in ein Kinderwunschzentrum fällt vielen Paaren nicht immer leicht, und oftmals vergehen wertvolle Jahre, bis eine erforderliche Diagnostik und Therapie eingeleitet werden kann. Die Gründe für eine Unfruchtbarkeit können hierbei vielfältig sein. So können Hormonstörungen aufseiten der Frau oder des Mannes ebenso ursächlich sein wie ein Verschluss der Eileiter (der Ort der Befruchtung) oder eine Einschränkung der Spermienqualität.

Termingerechte Familienplanung

Bei einem Erstkontakt im Kinderwunschzentrum steht deshalb allem voran eine ausführliche Beratung mit anschließender Diagnostik.

Meist sind es Hormone, die der Mutterkuchen so nebenbei auch noch produziert, damit das klappt.

Ob Techniken der assistierten Reproduktionsmedizin, wie zum Beispiel eine Samenübertragung (Intrauterine Insemination, IUI), In-vitro-Fertilisation (IVF) oder eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) Anwendung finden sollten oder gar eine medikamentöse Therapie ausreichend ist, um zur gewünschten Schwangerschaft zu führen, wird im Anschluss mit dem Paar gemeinsam erörtert.

Obwohl der Wunsch nach einem Kind ein so zentrales Bedürfnis darstellt, rutscht der Fokus der zeitoptimierten Familienplanung nur allmählich in den gesellschaftlichen Vordergrund. Dabei erregen Diskussionen um die eigenbestimmt-termingerechte Familienplanung durch zum Beispiel Social Freezing viel Aufmerksamkeit. Die Problematik gut ausgebildeter Frauen mit Karrierewunsch bei gleichzeitig schwer regelbarer Kleinkindbetreuung ist dabei kein neuer Aspekt.

Hormone beeinflussen unsere Psyche und umgekehrt.

In die Schwangerschaft mischen sich heute mehr und mehr, neben dem zu erwartenden Glück, Sorgen und Ängste, die über die Schwangerschaft hinaus auch die Geburt und das Leben nach der Schwangerschaft betreffen. Dunkle Wolken, wohin man sieht. Auch wenn Sie in der Erwartung des Babys eigentlich nur glücklich sind.

Was steckt hinter all diesen sorgen- und angstmachenden Informationen?

In der Schwangerschaft wird Ihr Körper sich einstellen auf dieses in jeder Hinsicht neue und verändernde Abenteuer. Alle Organe – vom Herz bis zur Haut – werden einbezogen, damit Mutter und Kind diese Phase des Starts in das neue Leben bewältigen. Meist sind es Hormone, die der Mutterkuchen so nebenbei auch noch produziert, damit das klappt. Hormone beeinflussen unsere Psyche und umgekehrt.

Schmerzen sind ein Signal unseres Körpers, dass etwas nicht optimal verläuft.

So sind Frauen in der Schwangerschaft, unter der Geburt und in den ersten Wochen nach der Geburt anders empfänglich, reagieren anders auf Belastung und fühlen sich anders als sonst im Leben.

Angst kann hier besonders beeinflussen, Information wirkt ihr entgegen. Schmerzen sind ein Signal unseres Körpers, dass etwas nicht optimal verläuft. Schmerzen und Ängste können hier aber auch Hand in Hand gehen.

Gesundes Körperbewusstsein

Viele Konzepte vom Hypnobirthing bis zu Narkosegasen (Lachgas) und der Regionalanästhesie werden als Ausweg angeboten – vielleicht ist es wichtiger zu fragen, was zu tun ist, damit die Geburt ohne Hindernisse verlaufen kann. Dazu gehören eine gute Vorbereitung und gute Informationen über das, was während der Geburt passiert.

Nach der Geburt benötigt der Körper viel Aufmerksamkeit, soll er nach der Schwangerschaft und Geburt doch genauso gut funktionieren wie vorher. Training, Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik, Körperpflege und gesunde Ernährung, aber vor allem auch der natürlichste Weg zur Gewichtsreduktion nach der Geburt – das Stillen! – sollten im Vordergrund stehen. Es geht um Ihre Gesundheit.

Herzliche Grüße,
Prof. Dr. Frank Louwen &
Priv.-Doz. Dr. Nicole Sänger