Durch das sogenannte „Social Freezing“ kann das auch Realität werden, denn unbefruchtete Eizellen werden durch Einfrieren konserviert. So ist es möglich, sich auch in späteren Jahren noch den Kinderwunsch zu erfüllen. Doch ist es wirklich so einfach?

Ursprünglich war die Eizellkonservierung für junge Krebspatientinnen gedacht

Sie können sich vor einer Chemotherapie und Bestrahlung Eizellen entnehmen lassen, um später genetische Schäden eines Kindes auszuschließen, und sich trotz früherer Krebserkrankung den Kinderwunsch erfüllen.

Nun gibt es diese Möglichkeit auch für Frauen, die sich ihren Kinderwunsch aktuell nicht erfüllen können, beispielsweise weil ihnen der passende Partner dazu fehlt oder weil die berufliche Verwirklichung gerade im Vordergrund steht. Durch Social Freezing haben Frauen jenseits des 35. Lebensjahres die Chance, sich den Kinderwunsch zu erfüllen.

Wer sich für das Social Freezing interessiert, sollte sich zu einer Entnahme zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr entscheiden – je jünger, desto besser.

Auf natürlichem Weg sinkt die Möglichkeit, schwanger zu werden ab 30 drastisch

Vorurteile gegen Social Freezing gibt es viele, doch um die Eizellenkonservierung beurteilen zu können, muss man wissen, dass eine Frau pro Monat durchschnittlich 1.000 Eizellen verliert. Waren es in der Pubertät noch 300.000 Eizellen, werden es Jahr für Jahr rund 12.000 weniger. Gleichzeitig nimmt mit zunehmendem Alter die Qualität der Eizellen ab. Das erschwert die Zeugung zusätzlich.

Doch noch immer weicht die Meinung, bis wann frau „relativ einfach“ schwanger werden kann, sehr stark von der Realität ab:

Denn am höchsten ist die weibliche Fruchtbarkeit zwischen 20 und 25 Jahren

Danach sinkt sie – ab 30 besonders rapide. In Prozenten ausgedrückt: Mit 25 Jahren liegt die Chance, bei regelmäßigem Sex schwanger zu werden, pro Zyklus bei 24 Prozent. Mit 35 sind es 17 Prozent und bei 40-Jährigen nur noch acht Prozent. Natürlich sind das Durchschnittswerte, die individuelle Fruchtbarkeit ist abhängig von Genen und Lebenswandel.

Denn ob das Verfahren funktioniert, wird stark vom Alter beeinflusst: Junge Eizellen verkraften den Kälteprozess sehr gut und sind nach dem Auftauen fast zu 100 Prozent intakt. Dagegen übersteht nur jede dritte Eizelle, die von Frauen über 35 entnommen wurde, die Kältekonservierung unbeschadet. Die Entnahme ist einfach und schmerzfrei: Die Eierstöcke werden hormonell stimuliert, sodass fünf bis 15 Eizellen entnommen werden können.

Schlussendlich muss jede Frau selbst entscheiden, ob Social Freezing für sie infrage kommt. In jedem Fall ist es eine sehr gute Alternative, um sich den Kinderwunsch auch jenseits des 35. Lebensjahres zu erfüllen.


Social freezing, beruhigt in die Zukunft

Sicher möchte ich mal Kinder, aber noch nicht jetzt!

So denken heute viele Frauen. Entweder passt der Zeitpunkt aus beruflichen Gründen gerade nicht, oder der richtige Partner hat sich noch nicht gefunden. Verschiedene Gründe können für die Verschiebung des Kinderwunsches auf spätere Jahre sprechen. Was viele Frauen hier allerdings nicht bedenken, ist die Abnahme der Fruchtbarkeit schon ab Anfang 30...

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