Im Interview spricht die baldige Zweifachmama über Geburtsvorbereitung, das Bloggen und verrät, warum „Ins-Bett-Bringen“ das Schönste für sie ist.

Sie sagen, die Mutterrolle ist die Rolle Ihres Lebens. Bitte gehen Sie näher darauf ein.

Ich glaube, jede Mama kennt dieses Gefühl. Denn ab dem Moment, in dem man Gewissheit hat, dass man schwanger ist, weiß man, wo man hingehört, und erkennt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Man realisiert, dass beruflicher Erfolg und Karriere nicht alles sind und es unterm Strich nur auf eines ankommt: die Familie. Deshalb habe ich meinen Blog auch mutterrolle genannt.

Mit 25 sind Sie das erste Mal Mama geworden. War das geplant?

Absolut. Ich wollte immer früh Mama werden und habe mir schon in Jugendzeiten das Ziel gesetzt, mit 25 Mama zu werden. Das habe ich auch gerade so geschafft, denn eine Woche später hatte ich Geburtstag.

Wie kam es, dass es Ihnen so wichtig war, jung Mutter zu werden? In der heutigen Gesellschaft ist ja eher Gegenteiliges der Fall.

Ich wusste schon immer, dass mir das guttut. Materielle Dinge wie Autos oder teure Kleider haben mich nie so glücklich gemacht, wie die wunderbare Ausgeglichenheit meiner Familie es kann. Zudem waren meine Eltern auch sehr jung, als ich auf die Welt kam – dies hat mich sicherlich auch geprägt.

Wie hat sich Ihr Leben mit der Geburt Ihres Kindes verändert?

Ich war der glücklichste Mensch der Welt. In den Alltag kann man ein Kind aber wunderbar integrieren. Mein Kleiner war sehr unkompliziert und ich habe sofort nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten. Erst einmal nur ein paar Tage, um es auszutesten – das hat alles super geklappt. Und so konnte ich schnell beides miteinander verbinden: Kind und Berufsleben. Durch die Unterstützung von meiner Familie und Freunden hat ein Kind nie Verzicht für mich bedeutet. Immer nur eine große Bereicherung.

Warum haben Sie sich jetzt für ein zweites Kind entschieden?

Ehrlich gesagt hätte ich am liebsten gleich im Kreißsaal nachgelegt (lacht). Alles war so eine tolle Erfahrung. Ich war unglaublich gern schwanger, und auch die Geburt war sehr unkompliziert. Zudem mag ich große Familien. Doch die Vernunft hat dann gesiegt und ich habe mir eingestanden, dass es auch wichtig ist, beruflich weiterzukommen.

Man möchte seine Familie schließlich auch absichern, und in dem schnelllebigen Schauspielbusiness weiß man nie, wann das nächste Engagement kommt. Zu lange sollte man in dieser Branche aber nie von der Bildfläche verschwinden. Irgendwann kam dann aber doch der Moment, wo mir klar wurde, dass es viel wichtiger ist, dass man seine Träume erfüllt. Und meiner ist es, eine große und gesunde Familie zu haben.

Kommen noch mehr Kinder?

Gefühlsmäßig wäre das total schön. Aber ich bin jetzt ja schon 37 Jahre alt und da muss ich mich überraschen lassen. Aber ein paar Jahre kann ich bestimmt noch … Ich lasse mich überraschen. Wenn es so sein soll, dann sicher ja.

Wie erleben Sie die zweite Schwangerschaft?

Ich bin genauso entspannt wie bei der ersten Schwangerschaft. Erlebe alles sogar etwas bewusster als beim ersten Mal. Vielleicht auch, weil man ein besseres Körpergefühl bekommt, wenn man älter wird.  Ich genieße jeden Tag in vollen Zügen.

Was dieses Mal auch sehr spannend ist, ist, dass ich alles auch aus der Sicht meines Sohnes sehe. Der findet das alles sehr spannend und passt die ganze Zeit total süß auf mich auf. Am liebsten würde er mich auch in den Kreißsaal begleiten, aber das lasse ich lieber. Schließlich weiß man nie, wie es kommt. Ich möchte nicht, dass er mich leiden sieht, falls es nicht so leicht werden sollte wie die erste Geburt. Aber er darf kurz mit reinkommen, wenn es losgeht, und dann wiederkommen, wenn das Baby auf der Welt ist.

Was wird es?

Das möchte ich hier nicht verraten, da mein Sohn schon lesen kann und er es nicht weiß. Er möchte sich überraschen lassen und das Geheimnis erst am Tag der Geburt lüften.

Wie bereiten Sie sich auf die Geburt vor?

Ich habe mich ganz normal in der Klinik angemeldet, verlasse mich da aber voll und ganz auf Hebamme und Arzt. In solchen Situationen kann ich auch Verantwortung abgeben. Ab vier Wochen vor dem geplanten Termin mache ich wieder Akupunktur. Das hat mir beim ersten Mal definitiv nicht geschadet.

Diesen Monat werde ich nicht mehr in die Sauna gehen, da ich dadurch letztens leichte Wehen bekommen habe. In einigen Wochen werde ich aber wieder mit großer Freude baden, saunieren und Himbeerblättertee trinken, denn dann kann das Kleine auch kommen. Ich mache einfach alles genauso wie beim ersten Kind (lacht).

Wie kam es, dass Sie angefangen haben, Ihren eigenen Blog zu schreiben?

Man erlebt jeden Tag so viele lustige Dinge, hat zudem massenhaft Informationen über alle möglichen Dinge rund um Schwangerschaft, Geburt, Kindergarten, Schule bis hin zu den kleinen und größeren schwierigen Phasen. Warum soll man das alles für sich behalten?

Ich wollte das gern teilen, und so kam die Idee zu meinem Blog www.mutterrolle.com. Es ist aber nicht ein reiner Schwangerschaftsblog, sondern ein Familienblog. Auch mein Freund Benni steuert hier was bei, natürlich gerne Themen wie Ninas kleine Macken und Launen  in der Schwangerschaft.

Auf welche Dinge können Sie als Mutter nicht verzichten?

Auf das „Ins-Bett-Bringen“, diese kleinen Gespräche vor dem Schlafen sind unbezahlbar. Man fällt manchmal hinten über, was die Kinder den Tag über beschäftigt haben. Da kommen die kleinen Philosophen durch und man ist selber ganz geplättet, was sie alles mit bekommen. Das ist schon bei den ganz kleinen Kindern so. Und diese ganz ehrlichen Momente sind einfach so wunderbar.