Baum pflanzen, Haus bauen, Sohn zeugen – es gibt laut Volksmund ein paar Dinge, die ein Mann im Leben tun sollte. In der modernen Familienwelt müsste es allerdings heißen: Familienauto kaufen, Kindersitz einbauen, Kind transportieren. Denn das sind die Dinge, die ein Vater tun muss. Die sichere Mobilität mit dem Nachwuchs ist eine der Königsdisziplinen frischgebackener Eltern.

Ich mag als Daddy-Blogger nur ungern Sätze anfangen mit „Bei uns damals…“. Aber in diesem Fall passt es perfekt. Denn bei uns damals saßen wir Kinder ungesichert auf der Rückbank, während sich die von der Sonne aufgeheizten Plastiksitze in unser Fleisch brannten und die Eltern sich vorne eine Zigarette ansteckten. Es gab weder Airbags noch Isofix, keine verstellbaren Gurte und keine Kopfstützen. Ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist. Vielleicht lag es daran, dass kaum ein Auto schneller als 120 km/h fuhr.

Viele Eltern wissen immer noch nicht, welches die beste Variante beim Transport der Kinder ist.

Heute werden Kinder in einer Weltraumkapsel auf dem Rücksitz verankert, die auch einen Einschlag mit theoretischen 400 Kilometer pro Stunde unbeschadet überstehen könnte. Trotzdem wissen viele Eltern immer noch nicht, welches die beste Variante beim Transport der Kinder ist: Die sicherste Sitzposition für Babys ist in einer Babyschale und rückwärts zur Fahrtrichtung auf der Rückbank. Das ist für die ersten 15 Monate ab 2018 durch die neue i-Size-Verordnung auch so gesetzlich vorgeschrieben. Die Babyschale kann mit dem normalen Rücksitzgurt gesichert werden. Noch besser ist eine fest installierte Basis mit Isofix.

In der nächsten Gewichtsklasse I für Kinder von 9 bis 18 Kilo wechseln die meisten Eltern auf einen vorwärts gerichteten Sitz. Entweder mit Fangkörper oder Hosenträgergurt. Beim Kauf eines Kindersitzes sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Vor dem Kauf empfehle ich dringend, Testberichte zu lesen und auch mal einen Einbautest vorzunehmen. Denn nicht jeder Sitz passt optimal in jedes Auto. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Gurte immer gut sitzen und das Kind auch bequem ein Nickerchen machen kann.

„Ich sehe was, was Du nicht siehst…“ helfen dabei, längere Fahrten zu überbrücken.

Wenn die Kinder schlafen, ist die Fahrt für die Eltern meist am entspanntesten.  Viele Kinder lieben eine Tour im Auto, andere werden schnell nörgelig. Da gibt es leider kein Erfolgsrezept. Von einem Tablet am Vordersitz würde ich abraten. Dann sollte lieber Papa oder Mama auf der Rückbank Platz nehmen und für Entertainment sorgen. Leckerer Proviant und kurzweilige Spiele wie „Ich sehe was, was Du nicht siehst…“ helfen dabei, längere Fahrten zu überbrücken.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Familienauto. Ob sich Eltern für einen klassischen Kombi, einen wuchtigen SUV oder einen geräumigen Minivan entscheiden, hängt nicht nur vom Budget ab, sondern auch von der individuellen Nutzung, der Parkplatzsituation, dem benötigten Ladevolumen und natürlich auch dem Anspruch an Funktionalität und Komfort.

Wir wünschen allzeit gute Fahrt. Und wie meine Oma zu sagen pflegte: „…und fahre nie schneller, als Dein Schutzengel fliegen kann!“

 

Lesetipp

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