Kinder wachsen in der klassischen Familie mit Vater und Mutter, in Patchworkfamilien, als Kinder Alleinerziehender oder in Adoptivfamilien auf. Doch das Zusammenleben ändert sich immer mehr.

Fast jede dritte Familie in Deutschland lebt nicht mehr nach dem klassischen Modell: 20 Prozent der Väter und Mütter waren im vergangenen Jahr alleinerziehend, zehn Prozent lebten in nicht ehelichen oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, aber es dominiert noch immer die Ehe das Familienleben der Deutschen, wie Daten des Statistischen Bundesamtes belegen. Denn verheiratet sind 70 Prozent der Eltern in den insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien.

Aber 1996 waren es noch deutlich mehr, nämlich 81 Prozent. Auch die Promis leben in den unterschiedlichsten Familienkonstellationen. Drei möchten wir Ihnen vorstellen.

Anni Friesinger-Postma, die Zweifachmama

Seit einem Jahr ist die ehemalige Profieisläuferin Anni Friesinger-Postma stolze Doppelmama. Ihre kleinen Töchter Josephine und Elisabeth sind ihr größtes Glück. Im Interview für die Mediaplanet-Ausgabe „Allergien und Atemwege“ erzählte sie: „Ich finde meine beiden Mädchen super. Sie geben Gas, und bei uns zu Hause ist immer etwas los. Man muss bei zwei Kindern aber einfach noch organisierter sein und auch die unterschiedlichen Phasen, in denen die Kinder sich befinden, abstimmen.“

Kind und Karriere – ja, aber nicht ohne Einschränkungen, weiß auch die ehemalige Profisportlerin: „Eine kurze Babypause machen und danach wieder aufs Eis, das kam für mich nicht infrage. Mit Anfang 30 habe ich mich bewusst gegen den Leistungssport und für meine Familie entschieden“, erzählt sie.

„Schon bei meiner ersten Tochter habe ich mich beruflich zurückgenommen, und jetzt habe ich viele weitere Sachen zusätzlich ad acta gelegt, weil es einfach nicht vereinbar ist, wie zum Beispiel Reisen fürs Fernsehen. Darauf verzichte ich aber gern, denn die Zeit vergeht so schnell, die Kinder wachsen rasant, und davon möchte ich einfach nichts verpassen.“

Oli.P, mit Frau, Kind und Fellnasen unter einem Dach

Mit Frau, Hund und Sohn aus erster Ehe lebt der Schauspieler und Hundeladenbesitzer unter einem Dach. Über seinen Alltag sprach er in der Mediaplanet-Ausgabe „Mein Haustier“: „Wir starten immer ziemlich früh in den Tag,  frühstücken – auch die Hunde –, und dann bringe ich meinen Sohn zur Schule. Danach fahre ich zum Fleischmarkt, kaufe für unseren Laden ein und lege alles in die Auslage. Jetzt ist endlich Zeit für die erste ausgiebige Gassirunde des Tages – bevor dann der Alltag im Laden startet.

Meistens werden die Hunde von einer Bekannten abgeholt und verbringen dann den Tag mit anderen Hunden im Rudel. Wenn das der Fall ist, gehen sie ans Rheinufer, machen Suchspiele oder toben sich einfach nur richtig aus. Nach dem Mittag kommen sie nach Hause und ruhen sich zusammen mit meinem Sohn auf der Couch aus. Zwischen 17 und 18 Uhr stoßen meine Frau und ich dann auch zur Familie, gehen noch zusammen mit den Hunden raus und machen uns dann alle einen gemütlichen Abend – und unsere Hunde sind natürlich immer mittendrin statt nur dabei.“

Wie kam es zu dieser besonderen Familienkonstellation? Oli.P: „Seit ich denken kann, wollte ich immer schon einen Hund haben. Als mein Sohn vor neun Jahren sagte, dass er gern einen Hund hätte, war es für mich keine besonders große Überwindung, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.“

Collien Fernandes und Christian Ulmen, Gegensätze und Weltverbesserer

Seit fünf Jahren sind sie ein Paar, seit knapp vier Jahren glücklich verheiratet. Das Geheimnis ihrer Liebe zueinander ist aber alles andere als die Einstellung, zu allem gleicher Meinung sein zu müssen. Im Interview mit der „BamS“ zeigte sich, dass sich Gegensätze wohl tatsächlich anziehen.

„Christian ist mit manchen Leuten nur deshalb befreundet, damit er sich über ihre Posts aufregen kann“, stichelt Ulmen-Fernandes zu den Facebook-Gepflogenheiten ihres Mannes. Er kontert hingegen mit einem Kompliment. Seine Frau habe männliche Attribute, „ist Workaholic, kann Ikea-Kinderbetten zusammenbauen, nicht kochen und sehr gut mit Geld umgehen.“

Das lässt Fernandes natürlich nicht unkommentiert und erwidert: „Während wir vermutlich längst pleite wären, wenn Christian sich um unsere Finanzen kümmern würde.“ Seit drei Jahren sind die beiden Eltern und sind zudem Botschafter der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ von Pampers.

Im Juli 2014 flog das Paar für UNICEF nach Äthiopien. Warum?

Collien: „Wir haben selbst eine kleine Tochter. Deshalb ist uns das Thema der Initiative wichtig, nämlich Kindern einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen. Die Sorge um sein Kind können vermutlich alle Eltern weltweit nachvollziehen.“

Christian: „Wir setzen uns auch deshalb für die Aktion von Pampers für UNICEF ein, weil uns die Bedrohung, die Tetanus bei Neugeborenen nach wie vor in Entwicklungsländern darstellt, bewusst ist. Wir sind in der glücklichen Lage, dass die Krankheit bei uns in Deutschland keine Rolle mehr spielt. Aber wir haben das Wissen und die Mittel, um Aufklärungsarbeit und Hilfe im Kampf gegen die Krankheit leisten zu können. Und wir wissen, dass unsere Unterstützung auch da ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.“