Mit Freunden durch die Wiesen tollen oder den Spielplatz unsicher machen. Mit schmutzigen Klamotten nach Hause kommen. Den vorwurfsvollen Blick der Mutter aushalten und aus den Augenwinkeln erkennen, dass sie sich amüsiert. Die Erinnerung an solche Erlebnisse lässt in mir auch heute im Erwachsenenalter noch Glücksgefühle aufkommen.

Das wünsche ich mir auch für meine, aber auch für alle anderen, Kinder. Aber machen diese Kleinigkeiten unsere Kinder auch heute noch glücklich? Oder ist Kinderglück heute abhängig von Smartphone, Tablet und Designerklamotten? Ich habe da eine ganz klare Meinung: Es sind immer noch die vielen kleinen Momente, wo Eltern und Kinder miteinander lachen, spielen, herumalbern, intensiv die Natur erleben, gemeinsam etwas schaffen.

Es sind die Augenblicke, in denen ein Lob von Mama oder Papa stolz macht, in denen Kinder spüren, wie sehr sie geliebt werden – nicht wegen ihrer Leistungen, sondern um ihrer selbst willen.

Werte, die Kinder ein Leben lang tragen

Wir alle wünschen uns Kinder, die sich sozial verhalten, die mitfühlend sind und sich gern um andere kümmern. Und das ist auch gut so – denn diese Eigenschaften sorgen dafür, dass sie später als Erwachsene glücklicher sind. Und genau das sollte doch das Ziel aller Eltern sein. Wie wir das schaffen? In denen wir unseren Kindern Werte vermitteln, wie:

Empathie

Was wir fühlen, wie wir uns anderen gegenüber verhalten, wie wir mit unseren Mitmenschen agieren, all das beeinflusst unsere Kinder. Das heißt konkret, wenn wir hilfsbereit sind, uns für andere einsetzen und anderen zuhören, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass unsere Kinder sich gleich verhalten.

Achtsamkeit

Zur Ruhe kommen, achtsam sein, all das ist im späteren Erwachsenenleben unglaublich wichtig, um den Anforderungen des Alltags entgegenzutreten und sie zu bewältigen. Statt hektisch und gestresst mit Ihren Kindern durch den Nachmittag zu hetzen, sollten Sie versuchen, gemeinsam mit dem Kind, zur Ruhe zu kommen, beispielsweise beim Vorlesen. So zeigen sie ihren Kindern, dass Ruhe etwas Alltägliches und Schönes ist.

Mut und Selbstvertrauen

„Das schaffe ich!“ Dieser Satz sollte zu einem Gefühl für dein Kind werden. Statt zu glauben, dass es sowieso nichts kann oder es in der Schule nie gute Noten bringen wird, sollten Eltern ihre Kinder ermutigen, Dinge anzupacken und sich selbst zu vertrauen. Nur so lernen Kinder ihre Grenzen zu überwinden und mutig fürs Leben zu sein. Helikopter-Eltern müssen ihren Drang, ihr Kind ständig zu beschützen, stark zurückfahren, denn sie schaden ihrem Kind langfristig damit.

Kinder brauchen Regeln

Jedes Kind braucht Freiheit, um sich entwickeln zu können. Freiheit heißt aber nicht Grenzenlosigkeit. Ich bin komplett gegen antiautoritäre Erziehung und der Meinung, dass für ein harmonisches und ausgewogenes Zusammenleben Regeln und Grenzen unentbehrlich sind. Ein „Nein“ aus Liebe stärkt Kinder. Was Regeln zudem positives bewirken:

  • Sie geben den Kind ein Gefühl von Sicherheit.
  • Sie zeigen dem Kind, was im Zusammenleben mit anderen von ihm erwartet wird und es selbst von den anderen erwarten darf.
  • Sie strukturieren den Alltag.
  • Sie fördern das soziale Miteinander.
  • Sie verdeutlichen zusätzlich, dass jeder Bedürfnisse hat, auf die Rücksicht genommen werden muss.

Auf den Mutterinstinkt vertrauen

Wenn unsere Kinder geboren werden, spürt jede Mutter ihn: den Mutterinstinkt. Im Laufe der Jahre scheinen wir diesen zu verlieren und wir bauen auf Ratgeber, vertrauen auf Online-Communities und Facebook-Kommentare. Lasst das! Vertraut auf euch selbst, der Mutterinstinkt geht niemals verloren und er wird euch helfen, richtig zu handeln.

Information

Erfahren Sie mehr von Isa Grütering auf ihrem Blog hauptstadtmutti.de.