Doch das Bild hat sich gewandelt. Man sieht immer mehr frischgebackene Eltern mit Babytragen oder Tragetüchern. Das Baby ganz nah am Körper tragen – das fühlt sich gut an. Aber ist es auch angenehm und gesund fürs Kind?

Sicher ist: Beim Tragen bekommt das Kind andere Impulse als im Kinderwagen. Es nimmt die Bewegungen der tragenden Person wahr. Besonders angespannte Kinder, zum Beispiel Schreibabys, können besser entspannen, wenn sie getragen werden.

Achtung: Vorsicht vor falscher Haltung

Getragen zu werden, ist warm und kuschlig, es riecht nach Zuhause und die Kleinen sind deutlich geschützter vor all den Eindrücken, die auf sie einwirken. Doch das Baby profitiert langfristig nur vom Tragen, wenn es die richtige Haltung einnimmt. Hängt es in der Tragehilfe oder ist sein Rücken überstreckt – wie zum Beispiel beim Tragen mit dem Gesicht nach vorne –, ist das kontraproduktiv und kann sogar schaden.

Die richtige Babytrage

Eltern sollten beim Kauf einer Babytrage darauf achten, dass sich der Stoff an Rücken und Schultern des Kindes anschmiegt und die Trage der natürlichen Körperhaltung der Kinder entspricht. Heißt: Statt im Hohlkreuz zu sein, sollten die Babys und Kleinkinder ihre Beinchen anhocken und ihren Po rausdrücken können.

Die Vorteile vom Tragen auf einen Blick:

  • Die Nähe, die durch das Tragen entsteht, beruhigt das Kind.
  • Die Bindung zwischen Eltern und Kind wird gestärkt.
  • Kinder, die getragen werden, schreien weniger.
  • Durch die Haltung, die das Baby beim Tragen einnimmt, wird die Nachreifung der Hüftgelenke unterstützt.
  • Das automatische Mitgehen mit den Bewegungen des Tragenden schult den Gleichgewichtssinn und unterstützt die Entwicklung des Gehirns.
  • Auch die praktische Seite ist nicht zu verachten: Man ist flexibler und kann auf den oft sperrigen Kinderwagen verzichten. Der Tragende hat beide Hände frei und kann sich besser über Stufen und Treppen bewegen.