Was ist Urlaub? Freizeit und Erholung. Nichts machen müssen, was man nicht machen will. Möglichst machen können, worauf man Lust hat. Für Erwachsene gerne auch etwas Sightseeing und Kultur. Neues sehen, Orte entdecken. Für Kinder: Spielen, spielen, spielen. Planschen, buddeln, klettern. Rumlaufen, Abenteuer erleben, noch mehr spielen. Also, wie kriegen alle, was sie wollen? Man müsste mit dem Hotelzimmer rumfahren können.

Obwohl die Vorteile der Wohnmobilreise sich also eigentlich von selbst ergeben, sehen frischgebackene Eltern sie manchmal nicht gleich. „Ich will doch nicht den ganzen Tag Auto fahren im Urlaub!“, ist einer der häufigsten Einwände – von Eltern, die es noch nicht ausprobiert haben. Denn dieser Einwand lässt sich ganz prinzipiell entkräften: Denn das Prinzip beim Reisen mit dem Wohnmobil ist eben die Freiheit.

Einfach anhalten und Grill aufbauen

Die Freiheit, den ganzen Tag zu fahren – oder überhaupt nicht. Einfach anzuhalten und den Grill aufzubauen. Einfach auf die Karte zu gucken: „Wollen wir uns das mal anschauen?“ Einfach drei Tage zu bleiben, wo man eigentlich nur durchfahren wollte. Wer nicht „den ganzen Tag Auto fahren“ will, macht es eben einfach nicht. An vielen Küsten reicht schon ein halbes Stündchen, um jeden Tag in einer neuen Bucht zu verbringen. In den Bergen kann eine Kurve reichen, und schon ist ein neuer Ort zu erkunden. Man fährt einfach kurz um die Ecke und hält wieder an, wenn’s schön ist. Oder man fährt einfach nach Barcelona, wenn’s am Atlantik zu stürmisch ist.

Was ist mit den Kids? Es gibt bestimmt ein Alter, ab dem wohl die meisten Kinder einfach „keinen Bock“ mehr auf „die Alten“ haben – schon gar nicht tagelang und pausenlos. Von allen Altersstufen davor lässt sich allerdings fast grundsätzlich sagen: Kinder lieben Wohnmobile. Kinder lieben die Idee des „fahrenden Zuhauses“. Die Kombination von Neuem und Vertrautem. Die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, und die Möglichkeit, „zu wohnen, wo man will“. 

Tipps für Wohnmobilreisen mit Kids

Über das Grundsätzliche hinaus gibt es beim Reisen mit Kindern allerdings einige konkrete Punkte, die vorab zu klären sich auf Reisen auszahlt. Dazu zählt das regelmäßige Nutzen von Campingplätzen. Wer zu zweit unterwegs ist, kann problemlos tagelang „wild“ parken - mit vier Personen kommt der Wasservorrat schneller an die Grenze, und Campingplätze bedeuten auch Spielplätze und andere Kinder.

Außerdem wichtig: Genug Platz und Spielzeug. Am besten ist ein eigener kleiner Bereich nur für die Kinder zum Zurückziehen und ungestört Spielen, Malen, Lesen.  Auch ein kleiner Fernseher, bzw. Computer oder eine Hörspielsammlung kann auf längeren Reisen entscheidend zum „Mobilfrieden“ beitragen. Zu guter Letzt kommt es auch im Wohnmobil-Urlaub auf klare Regeln an. Dazu gehört auch ein Mitspracherecht der Kids, denn ab einem bestimmten Alter wird nichts als ungerechter empfunden, wochenlang irgendwo „mitmachen zu müssen“ und überhaupt keinen Einfluss zu haben, wobei eigentlich. Die umgekehrte Herangehensweise ist viel besser: Kids lieben es, sich mit den Eltern über Landkarten zu beugen und die Route zu planen.